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Neubau für die mobile Arbeitswelt

 
Gewinner des von der Axel Springer SE ausgelobten Architektenwettbewerbs ist der Entwurf von Rem Koolhaas (OMA). Aufgabe war die Entwicklung innovativer Ideen für ein zusätzliches Gebäude am Berliner Hauptsitz. (Bild: Rem Koolhaas)
Gewinner des von der Axel Springer SE ausgelobten Architektenwettbewerbs ist der Entwurf von Rem Koolhaas (OMA). Aufgabe war die Entwicklung innovativer Ideen für ein zusätzliches Gebäude am Berliner Hauptsitz. (Bild: Rem Koolhaas)

In unmittelbarerer Nachbarschaft zum bestehenden Hochhaus und zur Axel-Springer-Passage in Berlin haben nach erteilter Baugenehmigung Mitte 2016 die Arbeiten zum Neubau begonnen. Der Neubau entsteht auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen „Lindenpark-Gelände“ im Herzen des früheren Zeitungsviertels und entlang der ehemaligen Berliner Mauer.

Im Mai 2013 lobte Axel Springer einen Architektenwettbewerb aus. Aufgabe war es, Ideen zu entwickeln, um für die wachsenden Unternehmensbereiche von Axel Springer, darunter vor allem die digitalen Angebote, zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen. Zugleich sollten neue Standards für eine moderne Arbeitsumgebung gesetzt werden.

Zentraler Bestandteil des von der Wettbewerbsjury ausgewählten Entwurfs von Rem Koolhaas ist das über 30 Meter hohe Atrium, das sich zum bestehenden Axel-Springer-Haus hin öffnet. Die miteinander verbundenen Terrassen und eine öffentliche Arbeitsfläche erschaffen eine Umgebung, in der individuelles wie kollektives Arbeiten möglich ist. Der als „offenes Tal“ anmutende Entwurf beantwortet damit die Frage, wie Büros in einer mobilen Arbeitswelt aussehen könnten.

Prof. Dr. Friedrich von Borries, Präsident der Wettbewerbsjury: „Gute Architektur hat einen hohen Symbolwert. Gute Architektur beeinflusst ihr Umfeld. Aber über diese Aspekte hinaus stellte der Wettbewerb für den neuen Axel-Springer-Campus auch die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Dafür hat der Beitrag von Rem Koolhaas eine spektakuläre Antwort vorgeschlagen, die den zukünftigen Nutzern eine Arbeits- und Kommunikationslandschaft eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat.“

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: „Wir freuen uns sehr unser neues Verlagshaus mit Rem Koolhaas bauen zu können. Er hat den konzeptionell und ästhetisch radikalsten Entwurf vorgelegt. Die grundlegende Innovation von Arbeitsräumen wird die kulturelle Transformation zum digitalen Verlag unterstützen. Gleichzeitig danke ich den Büros von Ole Scheeren und Bjarke Ingels für ihre herausragenden Entwürfe, die ebenfalls kreative und leidenschaftliche Antworten auf die von uns ausgesprochenen Anforderungen gaben.“