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Ernst Cramer & Teddy Kollek Reportage Preis

 
Mit dem „Ernst Cramer und Teddy Kollek Fellowship“, welches jungen deutschen und israelischen Journalisten einen Arbeitsaufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht, fördert Axel Springer bereits seit 2003 zusammen mit dem IJP die deutsch-israelischen Beziehungen. (Foto: Axel Springer SE)
Mit dem „Ernst Cramer und Teddy Kollek Fellowship“, welches jungen deutschen und israelischen Journalisten einen Arbeitsaufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht, fördert Axel Springer bereits seit 2003 zusammen mit dem IJP die deutsch-israelischen Beziehungen. (Foto: Axel Springer SE)

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen wurde im Mai 2015 erstmals der „Ernst Cramer & Teddy Kolleg Reportage-Preis“ im Berliner Axel-Springer-Haus verliehen. Die Auszeichnung ehrt die beste deutsche und die beste israelische Reportage, die in den Kalenderjahren 2012 bis 2015 zur politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Situation des jeweiligen Partnerlandes veröffentlicht und unter journalistischen Gesichtspunkten besonders bemerkenswert umgesetzt wurde.

Die deutsche Jury um Frank-Dieter Freiling, Internationale Journalisten-Programme e.V. (IJP) und Jan-Eric Peters, damaliger Chefredakteur WeltN24, vergab die 5.000 Euro Preisgeld für die beste deutsche Reportage zu gleichen Teilen an die beiden Journalisten Jan Schapira (DIE WELT) für die Reportage „Mit der Straßenbahn durch die Heilige Stadt“ und Jonathan Stock (Der Spiegel) für den Artikel „Goliaths Krieg“, der sich mit der jüngsten Gaza-Offensive auseinandersetzt. Den Preis für die beste israelische Reportage, ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert, teilten sich die Journalisten Avner Shapira und Doron Halutz (beide Haaretz) für ihre Reportagen „Walter Benjamin’s Berlin 120 Years On“ beziehungsweise „Das letzte Wort“ über Beschneidung männlicher Neugeborener in Deutschland.

Die Ernst Cramer Reportage-Preise sind ein weiteres Zeichen dafür, dass Ernst Cramers Vision von Dialog, Verständnis und Toleranz zwischen Deutschen und Juden bis heute fortgesetzt wird. Der Journalist Ernst Cramer wurde 1913 als Sohn einer jüdischen Familie in Augsburg geboren. Sein Einsatz für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden war beispielhaft. Nach dem Tod von Ernst Cramer im Januar 2010 hat die Axel Springer SE weitere Mittel für das Programm zur Verfügung gestellt. Einer früheren Anregung Ernst Cramers folgend, wurde das Stipendium mit einer Würdigung Teddy Kolleks verbunden, der von 1965 bis 1993 als Bürgermeister von Jerusalem amtierte. 

Mit dem „Ernst Cramer und Teddy Kollek Fellowship“, welches jungen deutschen und israelischen Journalisten einen Arbeitsaufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht, fördert Axel Springer bereits seit 2003 zusammen mit dem IJP die deutsch-israelischen Beziehungen im Namen Ernst Cramers.

Mit Hilfe des Ernst Cramer & Teddy Kollek Fellowship sollen sich die Teilnehmer mit den jeweiligen politischen Themen des Gastlandes vertraut machen. Auf diese Weise werden zukünftige Multiplikatoren für Fragen der deutsch-israelischen Beziehungen sensibilisiert. Sie erhalten einen persönlichen Einblick in Kultur, Mentalität und Alltagsleben. Der Medienzweig (Zeitung, Hörfunk, TV, Zeitschriften) wird vom Journalisten ausgewählt, die konkrete Arbeitsstätte vom Veranstalter in Absprache mit dem Stipendiaten.