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Grundsteinlegung Axel Springer Neubau in Berlin

 
DAS FUNDMENT ist eine Filmdokumentation zur Historie des Baugrundstücks des Axel Springer Neubaus in Berlin. (Quelle: Axel Springer SE)

"Wir freuen uns, dass unser Neubauprojekt jetzt Gestalt annimmt. Wir bauen auf geschichtsgeladenem Grund, direkt an der ehemaligen Mauer, im früherem Osten, also so, dass Axel Springer die Grenzen der einst geteilten Stadt auch baulich überwindet. Wir bauen auf einem Grundstück, das deutsch-deutsche, vor allem auch deutsch-jüdische Tragödien erlebt hat. An diese Geschichte denkend, in die Zukunft zu blicken, ist unser Ziel. Das radikal moderne Design von Rem Koolhaas definiert Arbeitsräume in der digitalen Welt neu. Es soll ein Symbol und ein Verstärker für den Wandel und für die Verbindung der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen werden." Mit diesen Worten begrüßte Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, die mehr als 140 Gäste, darunter den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sowie zahlreiche Baubeteiligte. 

Mit der Grundsteinlegung des neuen Verlagsgebäudes am 2. Mai 2017 in Berlin richtet die Axel Springer SE nicht nur den Blick in die Zukunft der modernen Arbeitswelt 4.0, sondern auch zurück auf das historische Fundament, auf dem das neue Verlagsgebäude errichtet wird. Eine eigens produzierte Filmdokumentation, „Das Fundament“, erzählt die Geschichten des Baugrundstücks. Im Rahmen der feierlichen Zeremonie wurde der 15-minütige Film uraufgeführt.

Sven Felix Kellerhoff, Leitender Redakteur Zeit- und Kulturgeschichte Welt und Hans-Wilhelm Saure, Chefreporter im BILD-Ressort Investigative Recherche, gelang es in einer umfangreichen markenübergreifenden Recherche, verborgene und vergessene Geschichten, die sich auf dem Areal des Baugrundstückes zugetragen haben, wieder ans Licht zu bringen. Im Bewusstsein um die Verantwortung für dieses geschichtliche Erbe zeichnet Axel Springer mit bis dato teilweise unveröffentlichten Zeitdokumenten sowie Interviews mit Zeitzeugen gesamtdeutsche Historie nach. Auch Friede Springer, Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE und Stefan Aust, Herausgeber Welt, kommen im Film zu Wort.

Die Dokumentation berichtet über das pulsierende Zeitungsviertel mit den Großverlagen Mosse, Scherl und Ullstein, wie Zeitungsrollen als Barrikaden beim kommunistischen Spartakusaufstand in den Januarwochen 1919 zweckentfremdet wurden und von der schweren Zerstörung des Zeitungsviertels im Zweiten Weltkrieg. Sie lässt dabei auch nicht das düstere Kapitel der Deportationen und Ermordung jüdischer Mitbewohner aus. Mindestens 24 jüdische Bewohner lebten in den 1930er Jahren auf dem Areal des Baugrundstücks, kaum einer überlebte den Holocaust.

Wie es sich anfühlt, von jetzt auf gleich durch die Berliner Mauer in der persönlichen Freiheit beschnitten zu sein, und wie man sie sich durch eine spektakuläre Flucht zurückeroberte, erzählen Zeitzeugen aus Ost- und West-Berlin. Auch die Studentenrevolte in den 1968er Jahren und das spontane Cello-Konzert von Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch, Tage nach dem Mauerfall im November 1989, sind Teil des Films.

Die Kölner Filmproduktionsfirma Zeitsprung Pictures GmbH produzierte den Film im Auftrag der Axel Springer SE. „Das Fundament“ bildet das erste von vier geplanten Filmkapiteln, die der Chronologie der Ereignisse folgend die Entstehung des Axel Springer Neubaus dokumentieren sollen. Die Axel Springer SE widmet das erste Filmkapitel „den Opfern und den Helden, deren Schicksal mit dem Baugrundstück verbunden war.“

Die außergewöhnliche Architektur des Neubaus steht nicht nur für die Zukunft des Arbeitens, sie ist auch Symbol für die digitale Transformation von Axel Springer. Der Entwurf stammt vom renommierten niederländischen Architekten Rem Koolhaas (Office for Metropolitan Architecture), der sich in einem vorausgegangenen Planungswettbewerb gegen 17 Architekturbüros durchsetzte (Bild: Office for Metropolitan Architecture / OMA)
Die außergewöhnliche Architektur des Neubaus steht nicht nur für die Zukunft des Arbeitens, sie ist auch Symbol für die digitale Transformation von Axel Springer. Der Entwurf stammt vom renommierten niederländischen Architekten Rem Koolhaas (Office for Metropolitan Architecture), der sich in einem vorausgegangenen Planungswettbewerb gegen 17 Architekturbüros durchsetzte (Bild: Office for Metropolitan Architecture / OMA)