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Nachhaltigkeitsberichte im „GRI“-Format

 
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatlichen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatlichen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.

Was ist ein Nachhaltigkeitsbericht?

Nachhaltigkeitsberichte sind neben den Geschäftsberichten wichtige Elemente der Informationspolitik eines Unternehmens. Sie entstanden als Weiterentwicklung der in den 1990er-Jahren von Unternehmen veröffentlichten Umweltberichte. Sie greifen zentrale Themen der Nachhaltigkeit auf, die Mitarbeiter, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft betreffen.

Die Global Reporting Initiative (GRI) ist das weltweit verwendete Format für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. GRI versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren eine Vielzahl von Anspruchsgruppen einbezieht. Sie arbeitet weltweit unter aktiver Beteiligung u.a. von Unternehmen, Universitäten, staatlichen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt. Ziele der Berichterstattung nach GRI sind Transparenz, Standardisierung und Vergleichbarkeit.

Die GRI-Leitlinien bieten Organisationen zwei Optionen zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts „In Übereinstimmung“ mit den Leitlinien: die „Kern-“ und die „Umfassende“ Option. Beide Optionen sind von allen Organisationen, unabhängig von Größe, Branche oder Standort, anwendbar. Bei beiden Optionen liegt der Schwerpunkt auf dem Prozess zur Ermittlung wesentlicher Aspekte. Wesentliche Aspekte sind solche, die die wichtigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Organisation widerspiegeln oder die Beurteilungen und Entscheidungen der Stakeholder maßgeblich beeinflussen. Die „Kern“-Option enthält die wesentlichen Elemente eines Nachhaltigkeitsberichts. Die „Kern“-Option schafft einen Hintergrund, vor dem eine Organisation Angaben zu den Auswirkungen ihrer wirtschaftlichen, ökologischen, gesellschaftlichen und führungsbezogenen Leistung machen kann.

Dieser Nachhaltigkeitsbericht wurde „in Übereinstimmung“ mit den G4-Leitlinien und der „Kern“-Option erstellt. Dies entspricht der Beantwortung aller erforderlichen allgemeinen Standardangaben der Global Reporting Initiative (G4) sowie der Beantwortung der spezifischen Standardangaben (Management-Ansätze und Indikatoren) für die wesentlichen Aspekte. Zusätzlich wurden die wesentlichen GRI-Indikatoren der „Media Sector Disclosures“ (MSD) berücksichtigt. Der Bericht wurde von GRI in Amsterdam und von der Beratungsgesellschaft PwC in Berlin geprüft.

Grundsätze für die Bestimmung der Berichtsinhalte:

  1. Einbeziehung von Stakeholdern: Die berichtende Organisation soll seine Stakeholder angeben und im Bericht erläutern, inwiefern sie auf ihre nachvollziehbaren Erwartungen und Interessen eingegangen ist.
  2. Nachhaltigkeitskontext: Der Bericht soll die Leistung der Organisation im größeren Zusammenhang einer Nachhaltigen Entwicklung darstellen.
  3. Wesentlichkeit: Im Vordergrund stehen Angaben, die bedeutende ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Einflüsse der Organisation widerspiegeln oder maßgeblichen Einfluss auf die Beurteilung durch Stakeholder haben können. Wesentlichkeit ist die Schwelle, ab der Aspekte wichtig genug sind, um in den Bericht aufgenommen zu werden.
  4. Vollständigkeit: Alle wesentlichen Aspekte und deren Grenzen sollen so abgedeckt werden, dass eine ökonomische, ökologische und gesellschaftlich /soziale Leistungs-Beurteilung möglich ist.

Grundsätze für die Bestimmung der Berichtsqualität:

  1. Ausgewogenheit: Der Bericht soll sowohl positive als auch negative Aspekte der Leistung der Organisation beinhalten, um eine fundierte Beurteilung der Gesamtleistung zu ermöglichen.
  2. Vergleichbarkeit: Die Organisation soll Informationen konsistent auswählen, zusammentragen und in Berichtsform bringen. Die Informationen im Bericht sollten so dargestellt werden, dass die Stakeholder Veränderungen in der Leistung einer Organisation im zeitlichen Verlauf analysieren und mit anderen Organisationen vergleichen können.
  3. Genauigkeit: Die Informationen im Bericht sollten so genau und detailliert sein, dass Stakeholder die Leistung der Organisation bewerten können.
  4. Aktualität: Die Berichterstattung erfolgt regelmäßig, damit die Informationen den Stakeholdern rechtzeitig zur Verfügung stehen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
  5. Klarheit: Informationen sollten so zur Verfügung gestellt werden, dass sie für Stakeholder, die den Bericht nutzen, verständlich und zugänglich sind.
  6. Verlässlichkeit: Die für die Aufbereitung eines Berichts verwendeten Informationen und Verfahren sollten so gesammelt, aufgezeichnet, analysiert und weitergegeben werden, dass sie einer Überprüfung unterzogen werden können, die die Qualität und die Wesentlichkeit der Informationen feststellt.

Welche Voraussetzungen gelten für „In Übereinstimmung“ mit den Leitlinien und der „Kern“-Option erstellten GRI-Reports?

  1. Beantwortung der erforderlichen Standardangaben.
  2. Beantwortung der spezifischen Standardangaben (Management-Ansatz und Indikatoren) für die wesentlichen Aspekte.
  3. GRI-Index, ggf. mit Verweis auf externe, unabhängige Prüfung des Berichts.