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Allgemeine Standardangaben

 
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatlichen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatlichen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.

Die allgemeinen Standardangaben sind in sieben Bereiche unterteilt: Strategie und Analyse, Organisationsprofil, ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen, Einbindung von Stakeholdern, Berichtsprofil, Unternehmensführung sowie Ethik und Integrität.

1 Strategie und Analyse

G4-1 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers der Organisation über den Stellenwert der Nachhaltigkeit für die Organisation und im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung.

Hier finden Sie das Vorwort des Vorstandsvorsitzenden zum Nachhaltigkeitsbericht 2015.

Stellenwert der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung Nachhaltigkeit bedeutet für Axel Springer die Verknüpfung von ökonomischem Erfolg mit ökologisch verträglichem und sozial ausgewogenem Handeln. Diese drei Kriterien sind integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. So ist Nachhaltigkeit in die Geschäftsprozesse integriert. Das Referat Nachhaltigkeit begleitet unternehmensweit zugehörige Aktivitäten – von Maßnahmen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz bis zu Initiativen des gesellschaftlichen Engagements. Der Bereich ist dem Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden zugeordnet. Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie übernehmen wir Verantwortung für heutige und künftige Generationen und schaffen die Grundlage für einen langfristigen geschäftlichen Erfolg.

Axel Springer hat bereits Mitte der 1990er-Jahre begonnen, Umweltberichte zu veröffentlichen, seit 2000 Nachhaltigkeitsberichte. Seit 2005 veröffentlichen wir alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht, der der vollständigen Indikatoren-Liste der Global Reporting Initiative (GRI), dem international relevanten Format für Nachhaltigkeits-Reporting, folgt. Die Nachhaltigkeitsberichte von Axel Springer werden durch Wirtschaftsprüfer geprüft.

Wer sich kritischem Journalismus verpflichtet, muss selbst einer genauen Überprüfung standhalten. Mit kontinuierlichem Nachhaltigkeits-Reporting unter Berücksichtigung der GRI-„Standards of Disclosure“ unterstreicht die Axel Springer SE ihre Verantwortung als Medienhaus – von der journalistischen Unabhängigkeit und der Trennung von Anzeigen und Redaktion über die Förderung der Medienkompetenz junger Leser bis zum Datenschutz sowie der Transparenz sozialer und ökologischer Standards entlang der digitalen Wertschöpfungskette ebenso wie bei der Holz-, Zellstoff-, Papier-, Druck- und Recyclingkette.

Wertorientierte Unternehmenssteuerung

Unsere Mission: Die erfolgreiche Etablierung von unabhängigem Journalismus in der digitalen Welt. Unser Ziel: Wir wollen der führende digitale Verlag werden.

Axel Springer verfolgt eine Strategie des profitablen Wachstums. Unsere Mehrheitsaktionärin sichert unsere Unabhängigkeit. Wir sind ein börsennotiertes Unternehmen und als solches den Effizienz- und Transparenzanforderungen des Kapitalmarktes verpflichtet. Wir beschränken unser Selbstbild aber nicht auf wirtschaftlichen Erfolg allein.

Wir wollen den Unternehmenswert steigern. Neben dem operativen Ergebnis (EBITDA) ist das Ergebnis pro Aktie die entscheidende Kennziffer, an der wir uns messen und messen lassen. Gleichzeitig wollen wir durch unsere journalistische Arbeit die Werte Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat, Wettbewerb, Eigentum, Menschenrechte, Weltoffenheit und Toleranz stärken.

Unser Verlag ist den Werten seines Gründers Axel Springer verpflichtet. Er stand zuallererst für Freiheit. In diesem Sinne sind die fünf Präambeln des Unternehmens definiert: die Vertiefung der deutschen und europäischen Einheit, die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes, die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika, die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft und die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus. Diese Werte schreiben keine Unterstützung irgendeiner Ideologie, Regierung oder politischen Partei vor, vielmehr ermöglichen und benötigen sie, wie jede echte Loyalität, auch ehrliche Kritik.

Nicht finanzielle Steuerungsgrößen

Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren machen den Erfolg von Axel Springer hinsichtlich Kunden, Angeboten, Prozessen, Mitarbeitern und Nachhaltigkeit messbar. Bei den ökologischen und sozialen Leistungskriterien orientiert sich das Unternehmen an den Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI).

Kundenbindungsindex

Zudem hat sich Axel Springer das Ziel gesetzt, das kundenfreundlichste Medienhaus Europas zu sein. Dazu wurde seit 2007 mit dem Institut TNS Infratest ein differenziertes Mess- und Bewertungssystem entwickelt, das den Kundenbindungsindex regelmäßig erhebt. Dieser ist die wichtigste Kennzahl für Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität unserer Leser und Anzeigenkunden.

Um auch innerhalb unseres Unternehmens effiziente Abläufe zu identifizieren und zu fördern, messen wir ebenfalls die Qualität unserer internen Zusammenarbeit und die Serviceorientierung und aggregieren die Messergebnisse zu einem internen Kundenbindungsindex. Zusammen mit dem externen Kundenbindungsindex ist dieser Indikator Ausgangspunkt für einen nachhaltigen Verbesserungsprozess.

G4-2 Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Risiken in Bezug auf die unternehmensweite Umsetzung ökologischer und sozialer Standards: Mit Blick auf die wachsende internationale Präsenz des Unternehmens hat die Axel Springer SE einen Katalog sozialer Standards entwickelt. Diese „International Social Policy" ist eine verbindliche Leitlinie zur sozialen Integrität und gilt weltweit für alle Aktivitäten des Unternehmens. Defizite bei der Einhaltung der International Social Policy können sich vor allem bei der Beschaffung von Druckpapier, IKT-Hardware, Werbemitteln, Produktbeigaben, beim Merchandising sowie beim Verkauf von Titel-Lizenzen ergeben und zu einem Imageverlust führen.
Um dieses Risiko so klein wie möglich zu halten, arbeiten wir eng mit Experten der Holz-, Zellstoff- und Papierwirtschaft und Umweltorganisationen zusammen. Zudem nutzen wir Monitoring-Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette sowie Öko-Audits. Ökonomische Risiken und Chancen finden Sie im Geschäftsbericht 2015.

Die seit 1992 im Nachhaltigkeitsmanagement gesammelten Erfahrungen wirken als Impulsgeber und Motivator. Sie unterstützen u. a. die publizistische Glaubwürdigkeit, die Attraktivität als Arbeitgebermarke, die innovative Ansprache von Kundenerwartungen sowie ganz allgemein die Optimierung von Managementprozessen. Einen Überblick der Schwerpunkte geben die Stakeholder-Anliegen.

Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

Axel Springer ist und bleibt ein Haus, dessen Sinn und Seele der Journalismus ist. Es geht darum, Menschen zu informieren, sie zu unterhalten, ihnen Orientierung zu geben, sie mit Nachrichten zu überraschen, die oftmals eigentlich nicht an die Öffentlichkeit sollten. Als entscheidende Voraussetzung benötigt journalistische Qualität daher die journalistische Unabhängigkeit. Neuigkeiten erfordern Recherche, unbequemes Nachfragen, investigatives Arbeiten. Jedoch ist journalistische Qualität nur finanzierbar, wenn sie zwei Erlösquellen hat: Bezahlte Anzeigen sowie Leser, die für journalistische Inhalte im Internet ebenso wie auf Papier bezahlen.

Die international geführte Debatte um den Schutz geistigen Eigentums hat zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Grundlage kreativer Leistung. Unabhängiger Journalismus ist eine Grundlage demokratischer Wissensgesellschaften. Geistiges Eigentum bedarf ebenso wie materielles Eigentum eines wirkungsvollen Schutzes. Das muss auch im Internet für redaktionell recherchierte und bearbeitete Texte und Darstellungen von Publikationen gelten.

Axel Springer ist in den letzten Jahren zu einem Medienhaus mit einem starken Digitalportfolio gewachsen. Der nächste Schritt: mit noch mehr Tempo zum Online-Unternehmen werden. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die drei Säulen, die es bereits in der Offline-Welt erfolgreich gemacht haben: Journalismus, Werbung, Rubrikenanzeigen.

2 Organisationsprofil

G4-3 Name des Unternehmens

Das 1946 gegründete Unternehmen Axel Springer ist Deutschlands größter Zeitungsverlag und eines der führenden internationalen Medienunternehmen.

G4-4 Wichtigste Marken, Produkte bzw. Dienstleistungen

Axel Springer ist in den vergangenen Jahren zu einem Medienhaus mit einem starken Digitalportfolio gewachsen. Der nächste Schritt: mit noch mehr Tempo zum Online-Unternehmen werden.

Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die drei Säulen, die es bereits in der Offline-Welt erfolgreich gemacht haben: Journalismus, Werbung, Rubrikenanzeigen.

Durch konsequente Internationalisierung und Digitalisierung ist die Axel Springer SE heute nicht nur Marktführer im deutschen Printgeschäft, sondern auch mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen in mehr als 40 Ländern aktiv.

Einzelheiten finden Sie unter Das Medienangebot der Axel Springer SE.

G4-5 Hauptsitz des Unternehmens

Axel-Springer-Straße 65
10888 Berlin

G4-6 Anzahl der Länder, in denen die Organisation tätig ist und Namen der Länder, in denen Hauptbetriebsstätten angesiedelt sind oder die für die im Bericht abgedeckten Nachhaltigkeitsthemen besonders relevant sind

Die Axel Springer SE ist ein in Europa führendes multimedial integriertes Medienunternehmen mit Aktivitäten in mehr als 40 Ländern in den Bereichen der digitalen, gedruckten und audiovisuellen journalistischen Publikationen und Service-Angeboten. Das Unternehmen ist im MDAX gelistet.

Nachhaltigkeit ist konzernweit von Bedeutung. Die nationalen und internationalen Tochtergesellschaften der Axel Springer SE werden sukzessive in das Nachhaltigkeitsmanagement einbezogen. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung des Nachhaltigkeits-Reportings der  Joint Venture Ringier Axel Springer Media AG in in Polen, der Slowakei, Ungarn und Serbien.

G4-7 Eigentümerstruktur und Rechtsform

Das Unternehmen hat die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Die Axel Springer Aktie wird seit 1985 an der Börse gehandelt und wurde am 5. Juni 2007 in den SDAX aufgenommen. Seit dem 20. September 2010 wird die Aktie der Axel Springer SE im MDAX geführt.

Einzelheiten zur Aktionärsstruktur erfahren Sie hier.

G4-8 Märkte, die bedient werden (einschließlich einer Aufschlüsselung nach Gebieten, abgedeckten Branchen und Kundenstruktur).

Die Kernkompetenz von Axel Springer ist exzellenter Journalismus: Aktuell, informativ und unterhaltsam. Das Unternehmen arbeitet vernetzt und medienübergreifend. So verzahnt es die gedruckte und digitale Welt und verbreitet qualitativ hochwertige Information sowie Unterhaltung in Zeitungen, Zeitschriften und digitalen Vertriebswegen.

Durch konsequente Internationalisierung und Digitalisierung ist die Axel Springer SE heute nicht nur Marktführer im deutschen Printgeschäft, sondern auch mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen in mehr als 40 Ländern aktiv.

Jetzt geht es darum, die Digitalisierung noch schneller und energischer voranzutreiben. Für die Axel Springer SE ist informativer und unterhaltsamer Journalismus auch zukünftig im Netz ein tragfähiges Geschäftsmodell, zusammen mit Vermarktung und Rubrikenanzeigen, den beiden anderen Geschäftsfeldern, auf denen das Unternehmen traditionell stark ist.

In der Tradition ihres Gründers, der zu seiner Zeit journalistische und technologische Innovationen vorantrieb, geht die Axel Springer SE neue Wege. Das Unternehmen verfolgt konsequent das Ziel, ein wachstums- und renditestarkes Digitalportfolio aufzubauen, und vernetzt sich deswegen heute mehr denn je mit der gegenwärtigen Gründergeneration: digitalen Start-ups. Zusammen mit der Transformation der etablierten starken Medienmarken, eigenen Online-Neuentwicklungen und strategisch ausgerichteten Akquisitionen von Web-Unternehmen ist diese Vernetzung einer der Bausteine der internationalen Digitalisierungsstrategie: Die Axel Springer SE will der führende digitale Verlag werden.

Weitere Informationen zu den Märkten, die bedient werden, finden Sie hier.

G4-9 Größe der berichtenden Organisation

(Quelle: Geschäftsbericht 2015)
Anzahl der Arbeitnehmer 15.023 Mitarbeiter (Bezahlangebote: 47 Prozent; Vermarktungsangebote: 17 Prozent; Rubrikenangebote: 24 Prozent; Services/Holding: 12 Prozent.)
Gesamtzahl der Geschäftsstandorte Mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen ist das Unternehmen in mehr als 40 Ländern aktiv.
Gesamterlöse/Umsatzerlöse 3.294,9 Millionen Euro (Werbeerlöse: 2.107,6 Euro; Vertriebserlöse: 721,7 Euro; Druckereierlöse: 59,3 Euro; übrige Erlöse: 406,3 Euro)
Eigenkapital 2.511,5 Millionen Euro (umfasst auch die den nicht
fortgeführten Aktivitäten zuzuordnenden, separat ausgewiesenen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten)
Nettoverschuldung 1.066,6 Millionen Euro
Menge der gelieferten Produkte/Dienstleistungen Mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen ist das Unternehmen in mehr als 40 Ländern aktiv.

Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

Einen Überblick der Mitarbeiterzahlen nach Tätigkeitsfeld finden Sie hier.
Mehr Informationen und Details zur Größe der berichtenden Organisation finden Sie im Geschäftsbericht 2015.

G4-10 Mitarbeiterkennzahlen

Einen Überblick der Mitarbeiterzahlen nach Tätigkeitsfeld finden Sie in Tabelle GRI-LA1.

(Quelle: Geschäftsbericht 2015)
Gesamtzahl der Beschäftigten
nach Arbeitsvertrag und
Geschlecht
Siehe Tabelle LA1
Gesamtzahl der fest angestellten
Mitarbeiter nach Beschäftigungsart und
Geschlecht
Siehe Tabelle LA1
Gesamtbelegschaft nach
Angestellten und
weisungsgebundenem Personal
sowie nach Geschlecht
Siehe Tabelle LA1
Gesamtbelegschaft nach Region
und Geschlecht
Siehe Tabelle LA1
Wieviel Prozent der Belegschaft
sind Freiberufler?
In einem modernen Medienunternehmen spielen Freelancer hauptsächlich im redaktionellen Bereich eine Rolle, u.a. als Autoren und Fotografen z.B. bei der Themenfindung und Recherche, bei der Bebilderung sowie bei der Kommentierung durch Experten. Die Häufigkeit des Einsatzes hängt u.a. von der jeweiligen Nachrichtenlage ab und kann daher nicht genau beziffert werden.
Gibt es bedeutenden
Schwankungen bezüglich der
Anzahl der Arbeitnehmer?
nein

Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

In einem modernen Medienunternehmen spielen Freelancer hauptsächlich im redaktionellen Bereich eine Rolle, u.a. als Autoren und Fotografen z.B. bei der Themenfindung und Recherche, bei der Bebilderung sowie bei der Kommentierung durch Experten. Die Häufigkeit des Einsatzes hängt u.a. von der jeweiligen Nachrichtenlage ab und kann daher nicht genau beziffert werden.

Einen Überblick der Mitarbeiterzahlen nach Tätigkeitsfeld finden Sie hier.

G4-11 Prozentsatz aller Arbeitnehmer, die von Kollektivvereinbarungen erfasst sind

Im Konzernbetriebsrat der Axel Springer SE sind der Gesamtbetriebsrat der Axel Springer SE, der Gesamtbetriebsrat der ASV Direktmarketing GmbH (asdirekt), der Gesamtbetriebsrat der PACE Paparazzi Catering & Event GmbH sowie die Tochtergesellschaften ASMI Dienstleistungs GmbH, AS Mediahouse, Bergedorfer Zeitung, BILD digital GmbH, BZ Ullstein GmbH, Immonet, IMS und Schwartzkopff TV vertreten.

G4-12 Beschreiben Sie die Lieferkette der Organisation

Bei Medienunternehmen wie der Axel Springer SE können mindestens zwei Lieferketten dargestellt werden:

1) Digitale Präsentation von Inhalten

2) Holz- Zellstoff-, Druckpapier-, Druck- und Recyclingkette

G4-13 Wesentliche Veränderungen der Größe, Struktur oder Eigentumsverhältnisse im Berichtszeitraum

Das digitale Geschäft machte im Jahr 2015 62 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Rund 70 Prozent des EBITDA wird online erwirtschaftet. Und 80 Prozent des Werbeumsatzes stammte aus der Vermarktung digitaler Produkte.

In den Berichtszeitraum 2014 – 2015 fallen folgende wesentliche Veränderungen bezüglich Größe, Struktur oder Eigentumsverhältnisse des Unternehmens:

General Atlantic hat seine Beteiligung an den Rubrikenangeboten gegen einen Anteil an der Axel Springer SE getauscht. Verkauft wurden die Anteile an der Fitnessdatenplattform Runtastic und die Anteile am indischen Autoportal CarWale.

Weiterführende Informationen zu „Geschäft und Rahmenbedingungen“, „Wirtschaftliche Lage“ und „Prognosebericht“ finden Sie im Geschäftsbericht 2015 der Axel Springer SE.

VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER EXTERNEN INITIATIVEN

G4-14 Vorsorgeprinzip

Die Gesamtverantwortlichkeit für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Für die operativen Prozesse der Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, der Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie der Kommunikation darüber sind dagegen die jeweiligen Bereiche bzw. Konzerngesellschaften zuständig.

G4-15 Teilnahme an und Unterstützung von externen Initiativen

Die Axel Springer SE orientiert sich am deutschen Corporate Governance Kodex, die Entsprechenserklärung 2015 finden Sie hier. Im Rahmen der 2004 für das ganze Unternehmen übernommenen „International Social Policy“ unterstützt und achtet das Unternehmen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen und toleriert kein Verhalten, das diese missachtet.

Seit 1999 ist die Axel Springer SE als erstes Medienunternehmen Mitglied im Forum Frauen in der Wirtschaft.

G4-16 Mitgliedschaften

Die Axel Springer SE ist u.a. Mitglied im Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) sowie als Corporate Member im Europäischen Verband der Zeitschriftenverleger EMMA. In einigen dieser Verbände ist das Unternehmen sowohl im Führungsgremium als auch in zahlreichen Arbeitskreisen vertreten – so zum Beispiel im Arbeitskreis Nachhaltigkeit des VDZ. Auch die internationalen Tochterunternehmen sind in ihren Ländern Mitglied der jeweiligen Verbände. Weitere Einzelheiten erfahren Sie hier.

3 Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen

G4-17 Listen Sie alle Unternehmen auf, die im konsolidierten Jahresabschluss oder in gleichwertigen Dokumenten aufgeführt sind

Im Geschäftsbericht 2015 der Axel Springer SE werden auf den Seiten 165 bis 171 insgesamt 340 Unternehmen genannt, an denen die Axel Springer SE beteiligt ist. Weitere Einzelheiten erfahren Sie hier.

G4-18 Prozesse zur Definition des Berichtsinhalts

Verfahren zur Festlegung der Berichtsinhalte und der Abgrenzung des Aspekts

Ermittlung allgemein:
Seit 1993 werden Interessen, Anliegen und Prioritäten relevanter Stakeholder kontinuierlich sondiert. Ihren ersten Umweltbericht veröffentlichte die Axel Springer SE im Jahre 1994. Als erste Druckerei Europas wurde die Zeitungsdruckerei Ahrensburg 1995 nach EG-Öko-Audit validiert. 2001 erschien der erste extern geprüfte Nachhaltigkeitsbericht. Wichtige Grundlagen waren und sind die Indikatoren des IÖW (Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung) sowie der Global Reporting Initiative GRI sowie der Media-Sector-Supplements.

Interesse am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens äußern insbesondere Leser, Anzeigen- und Druckkunden, Mitarbeiter, Anleger, Nachbarn, Besucher, Schüler, Studenten, wissenschaftliche Einrichtungen, staatliche Aufsichtsbehörden und Regulatoren, Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen und Medien.

Was wird von unserem Unternehmen erwartet? Welche Themen sind für Leser und Nicht-Leser, Nutzer von Online-Plattformen oder auch Umweltorganisationen, die sich mit Nachhaltigkeitsfragen unserer Branche befassen, besonders interessant?

Zur Einordnung der vielfältigen Anliegen nutzen wir unterschiedliche Informationsquellen – von der Lesermarktforschung und den Kundenbefragungen über die verschiedenen Leserbeiräte bis hin zum regelmäßigen Austausch mit WWF, Greenpeace und Transparency International in Ländern wie Finnland, Schweden, Russland, Kanada, USA, China, Uruguay und Brasilien.

Ermittlung aktuell:
Als Quellen für die Definition prioritärer Stakeholder-Anliegen und die Festlegung der Berichtsinhalte dienen in erster Linie Marktforschung, Leserbeiräte, externe Blattkritiken sowie die seit 2006 jährlich von TNS-Infratest durchgeführte repräsentative und valide „Mesuring, managing, monitoring“-„TRI*M“-Befragung von Lesern, Usern und Anzeigenkunden.

Die Erkenntnisse verdichten wir zu einer Wesentlichkeits-Matrix, aus der sich Ausrichtung und Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsmanagements ergeben. Die Themen werden in der Matrix nach Einschätzung ihrer Relevanz zum einen für die Stakeholder und zum anderen für das Unternehmen dargestellt.

Der Berichtsinhalt folgt den Erkenntnissen dieses seit 1993 kontinuierlichen Stakeholder-Dialogs.

Umsetzung der Berichterstattungsgrundsätze zur Festlegung der Berichtsinhalte

Priorisierung durch Einbeziehung von Stakeholdern:
Als Quellen für die Definition prioritärer Stakeholder-Anliegen und die Festlegung der Berichtsinhalte dienen in erster Linie Marktforschung, Leserbeiräte, externe Blattkritiken sowie die seit 2006 jährlich von TNS-Infratest durchgeführte repräsentative und valide „Mesuring, managing, monitoring“-„TRI*M“-Befragung von Lesern, Usern und Anzeigenkunden.

Nachhaltigkeitskontext:
Struktur und Inhalt des Nachhaltigkeitsberichts orientiert sich an den sozialen, gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen des Unternehmens.

Priorisierung
durch Prüfung der Wesentlichkeit:
Der Bericht behandelt die relevanten Nachhaltigkeits-Implikationen des Unternehmens, die Beurteilungen und Entscheidungen der Stakeholder maßgeblich beeinflussen;

Vollständigkeit:

Der Bericht bezieht sich auf die Jahre 2014 und 2015 und behandelt auch Nachhaltigkeitsaspekte der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.

Ausgewogenheit:
Der Bericht versteht sich nicht als „Werbebroschüre“ sondern geht auf die reale Entwicklung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien ein.

Vergleichbarkeit:
Die Axel Springer SE legt seit 2001 alle zwei Jahre einen extern geprüften Nachhaltigkeitsbericht vor und bemüht sich dabei um Vergleichbarkeit. Die Schwierigkeit liegt einerseits in den sich kontinuierlich weiter entwickelnden GRI-Abfrageformaten und andererseits in den mit der digitalen Transformation des Unternehmens einhergehenden Veränderungen der Unternehmens-Struktur.

Genauigkeit:
Ursprung, Herleitung und Bedeutung quantitativer Angaben werden erläutert.

Aktualität:

Der Nachhaltigkeitsbericht der Axel Springer SE wird alle zwei Jahre digital veröffentlicht. Der aktuelle vorliegende Bericht orientiert sich am GRI G4-Format.

Klarheit:
Um den Erwartungen unterschiedlicher Zielgruppen zu entsprechen, enthält der Bericht neben dem stringenten GRI-Teil auch ein informatives Angebot, das sich an verbreiteten Lesegewohnheiten orientiert.

Verlässlichkeit:

Wesentliche Teile des Berichts werden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geprüft.

Grenzen des Berichts

Eine Reihe quantitativer Angaben im Bereich Ökologie und Mitarbeiter beziehen sich auf die Druckereien in Deutschland. Sofern der Geltungsbereich nicht explizit genannt wird, gelten alle anderen Angaben konzernweit.

Besondere Beschränkungen des Umfangs oder der Grenzen des Berichts

Keine besonderen Beschränkungen.

Entwicklungen, die die Vergleichbarkeit der Berichtszeiträume oder der Angaben erheblich beeinträchtigen können

Die Vergleichbarkeit zu den Nachhaltigkeitsberichten der vergangenen Jahre wird nicht beeinträchtigt.

Messverfahren und Basis der Datenerhebung

    • Die Umweltdaten beruhen auf belegten Lieferantenangaben oder werden an den einbezogenen Standorten erhoben.
    • Die Umweltdaten werden an den einbezogenen Standorten erhoben und an das Konzerncontrolling weitergeleitet. Die relevanten Daten im Bereich Energie werden dezentral über IAS-Notes erfasst und im Konzernrechnungswesen in der Unternehmenszentrale in Berlin ausgewertet.
    • Personalzahlen aus allen relevanten Bereichen des Unternehmens werden durch die Personalstatistik gesammelt, auf Plausibilität überprüft und im Geschäftsbericht veröffentlicht.
    • Informationen zu Einstiegsmöglichkeiten, zur betrieblichen Weiterbildung, zu Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit sowie zur Förderung von Mitarbeitern etc. werden im Bereich Personalentwicklung generiert und im Geschäftsbericht sowie im Internetportal des Unternehmens publiziert.
    • Der regelmäßige Austausch des Konzernreferats für Nachhaltigkeit mit den Nachhaltigkeitsbeauftragten der Unternehmensstandorte ist ebenfalls Bestandteil der Datenerhebung.

      G4-19 Listen Sie sämtliche wesentlichen Aspekte auf, die im Prozess zur Festlegung der Berichtsinhalte ermittelt wurden.

      • Journalistische Unabhängigkeit: Wesentlich für Unternehmens-Nachhaltigkeit sowie Akzeptanz bei Lesern, Nutzern und Gesellschaft;
      • Produktverantwortung und Kundenzufriedenheit: Wesentlich für Unternehmens-Nachhaltigkeit sowie Akzeptanz bei Nutzern, Lesern und Gesellschaft; 
      • Mitarbeiter-Identifikation und Arbeitgeber-Attraktivität: Wesentlich für Unternehmens-Nachhaltigkeit;
      • Einhaltung hoher Standards (Corporate Governance, Compliance sozialer und ökologischer Standards): Wesentlich für Unternehmens-Nachhaltigkeit sowie Akzeptanz bei Mitarbeitern, Nutzern, Lesern und Gesellschaft;
      • Kreativität, Innovationsfähigkeit und Profitabilität: Wesentlich für Unternehmens-Nachhaltigkeit;

      Diese wesentlichen Aspekte gelten für alle Bereiche des Unternehmens.

      G4-20 Wesentlichkeit innerhalb der Organisation: Beschreiben Sie für jeden wesentlichen Aspekt die Abgrenzung des Aspekts innerhalb der Organisation

      Im Zuge der digitalen Transformation wächst die Zahl der zum Unternehmen gehörenden Tochterunternehmen. Die einzelnen Beteiligungsverhältnisse werden im Geschäftsbericht veröffentlicht. Mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen ist das Medienunternehmen in mehr als 40 Ländern aktiv. Die wesentlichen Aspekte der Berichtsinhalte gelten für alle Bereiche des Unternehmens.

      G4-21 Wesentlichkeit außerhalb der Organisation: Beschreiben Sie für jeden wesentlichen Aspekt die Abgrenzung des Aspekts außerhalb der Organisation

      Im Zuge der digitalen Transformation wächst die Zahl der zum Unternehmen gehörenden Tochterunternehmen. Die einzelnen Beteiligungsverhältnisse werden im Geschäftsbericht veröffentlicht. Mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen ist das Medienunternehmen in mehr als 40 Ländern aktiv. Die wesentlichen Aspekte der Berichtsinhalte gelten für alle Bereiche des Unternehmens.

      G4-22 Auswirkungen durch veränderte neue Darstellung von Informationen

      Die Axel Springer SE ist ein journalistisches Unternehmen. Die Axel Springer SE legt seit 2001 alle zwei Jahre einen extern geprüften Nachhaltigkeitsbericht vor und bemüht sich dabei um Vergleichbarkeit. Die Schwierigkeit liegt einerseits in den sich kontinuierlich weiter entwickelnden GRI-Abfrageformaten und andererseits in den mit der digitalen Transformation des Unternehmens einhergehenden Veränderungen der Unternehmens-Struktur. Diese Veränderungen haben jedoch keine wesentliche Auswirkung auf die Kontinuität von Grundsätzen und Zielen.

      G4-23 Veränderungen gegenüber Vorjahren

      Wachsender Beitrag der digitalen Medienkanäle zu den Konzernerlösen. Er liegt heute bei über 70 Prozent. Durch Internationalisierung und Digitalisierung ist die Axel Springer SE heute nicht nur Marktführer im deutschen Printgeschäft, sondern auch mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen in mehr als 40 Ländern aktiv. Die Axel Springer SE erwirtschaftet mehr als 40 Prozent des Umsatzes mit internationalem Geschäft. Für die Axel Springer SE ist informativer und unterhaltsamer Journalismus auch zukünftig im Netz ein tragfähiges Geschäftsmodell, zusammen mit Vermarktung und Rubrikenanzeigen, den beiden anderen Geschäftsfeldern, auf denen das Unternehmen traditionell stark ist.

      4 Einbindung von Stakeholdern

      G4-24 Von der Organisation einbezogene Stakeholder-Gruppen

      Interesse am Wirken des Unternehmens sowie seiner Produkte im In- und Ausland äußern insbesondere Leser und Nutzer unserer Medienangebote, Anzeigen- und Druckkunden, Mitarbeiter, Anleger, Nachbarn, Besucher, Schüler, Studenten, wissenschaftliche Einrichtungen, staatliche Aufsichtsbehörden und Regulatoren, Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen und Medien.

      Stakeholder Management – das Management der Beziehungen zu den verschiedenen Gruppen, die Interesse an einem Unternehmen haben und direkt oder indirekt die Wertschöpfung beeinflussen – zählt bei Axel Springer zu den Prioritäten.

      Axel Springer will das kundenfreundlichste Medienhaus Europas sein. Zur Messung der Kundenbindung nutzt das Unternehmen die erprobte TRI*M-Methodik von TNS Infratest.

      TRI*M™ (Measure, Manage, Monitor) ist das führende Kundenbindungs- bzw. Stakeholder Management –System. Es ist ein auf die jeweiligen Unternehmensbedürfnisse angepasster Forschungsansatz, der dazu dient, die Informationen aus der Befragung einzelner oder aller relevanter Stakeholder-Gruppen in den unternehmerischen Entscheidungsprozess zu überführen. Es unterstützt das Management bei der Setzung von Prioritäten und liefert Anhaltspunkte zur Optimierung der Beziehungen zu den verschiedenen Zielgruppen.

      Zum neunten Mal hat die Axel Springer SE mit dem TRI*M-Index die Qualität ihrer Kundenbindungen bewerten lassen. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung lag der Fokus auf den Aktivitäten in diesem Bereich. Die Bewertung der digitalen Bezahl-, Vermarktungs- und Rubrikenangebote wurde dabei erneut ausgebaut. Die Ergebnisse bestätigen die These, dass Leser auch in der digitalen Welt den Wert von professionellem Journalismus schätzen. Print-Titel werden fortan nur alle zwei Jahre gemessen, da die Veränderungen in diesem Bereich weniger dynamisch als bei den digitalen Angeboten ist.

      Zu den Stakeholdern der Messungen zählen

      • Leser / Käufer
      • Leser / Käufer
      • User von Websites
      • Anzeigenkunden

      Ein weiteres Instrument des direkten Austausches mit Lesern sind die Leserbeiräte. Sie sollen helfen, noch mehr auf die Interessen, Sorgen und Probleme der Leser einzugehen. Sie sollen uns sagen, was ihnen wichtig ist, was sie gut oder schlecht finden und welche Themen stärker aufgegriffen werden sollen.

      Weitere Einzelheiten erfahren Sie hier.

      G4-25 Grundlage für die Auswahl der einbezogenen Stakeholder

      Grundlage für die Stakeholder-Auswahl ist die Betroffenheit bzw. das Interesse am Wirken des Unternehmens. Interesse am Wirken des Unternehmens sowie seiner Produkte im In- und Ausland äußern insbesondere Leser und Nutzer unserer Medienangebote, Anzeigen- und Druckkunden, Mitarbeiter, Anleger, Start-Ups, Grown-Ups, Nachbarn, Besucher, Schüler, Studenten, wissenschaftliche Einrichtungen, staatliche Aufsichtsbehörden und Regulatoren, Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen und Medien.

      Zur Rangreihung der vielfältigen Stakeholder-Anliegen nutzen wir unterschiedliche Informationsquellen – von der Lesermarktforschung und den Befragungen der Kundenbindungsprogramme über die verschiedenen Leserbeiräte bis hin zum regelmäßigen Austausch mit WWF, Greenpeace und Transparency International in Ländern wie Finnland, Schweden, Russland, Kanada, USA, China, Uruguay und Brasilien sowie internen Mitarbeiterumfragen

      Weitere Informationen erhalten Sie hier.

      G4-26 Ansätze für die Einbeziehung von Stakeholdern

      Der persönliche Kontakt mit Stakeholdern entsteht zum Beispiel durch direkte Ansprache, durch Gedankenaustausch im Rahmen von Konferenzen sowie über E-Mails und Telefonate.

      Zur Rangreihung der vielfältigen Stakeholder-Anliegen nutzen wir unterschiedliche Informationsquellen – von der Lesermarktforschung und den Befragungen der Kundenbindungsprogramme über die verschiedenen Leserbeiräte bis hin zum regelmäßigen Austausch mit Geschäftspartnern, mit Regierungsstellen ebenso wie mit Nichtregierungsorganisationen wie dem WWF, Greenpeace und Transparency International in Ländern wie Finnland, Schweden, Russland, Kanada, USA, Indien, China, Uruguay und Brasilien sowie internen Mitarbeiterumfragen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

      Hier finden Sie den Stakeholder-Dialog bei der Axel Springer SE

      G4-27 Fragen und Anliegen von Stakeholdern

      Die Erkenntnisse aus der Analyse der vielfältigen Stakeholder-Anliegen verdichten wir zu einer Wesentlichkeits-Matrix, aus der sich zugleich Ausrichtung und Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsmanagements ergeben. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die Fragen und Schwerpunkte von Rating- und Rankingagenturen im Bereich Nachhaltigkeit.

      Hinzu kommen die Neuerungen und Erweiterungen im Bewertungs-Schema des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (ioew) sowie dem Indikatoren-Raster der Global Reporting Initiative GRI und der Medien-Branche geltenden Zusatzfragen.

      Die Themen-Bereiche werden in der Matrix nach Einschätzung ihrer Relevanz für die Stakeholder sowie für das Unternehmen dargestellt – und im Rahmen dieses Nachhaltigkeitsberichtes angesprochen.

      Bei den Anliegen von Stakeholdern geht es u.a. um Fragen der journalistischen Unabhängigkeit, der Trennung von Anzeigen und Redaktion, um die Förderung der Medienkompetenz junger Leser, um den Datenschutz sowie die Sicherung sozialer und ökologischer Standards entlang der Holz-, Zellstoff-, Papier-, Druck- und Recyclingkette. Im Rahmen der Digitalisierung geht es auch um Fragen der Transparenz und der Standards entlang der digitalen Wertschöpfungskette.

      Hier finden Sie eine Tabelle zu den wesentlichen Stakeholder-Anliegen.

      Hier finden Sie eine Tabelle zum Stakeholder-Management.

      5 Berichtsparameter

      G4-28 Berichtszeitraum

      2014 und 2015

      G4-29 Datum des vorherigen Berichts

      2012 und 2013

      G4-30 Berichtszyklus

      Alle zwei Jahre

      G4-31 Ansprechpartner für den Bericht

      Die Liste der Ansprechpartner finden Sie hier.

      G4-32 GRI Content Index

      Dieser Nachhaltigkeitsbericht wurde „in Übereinstimmung“ mit den G4-Leitlinien und der Option „Kern“ erstellt. Die „Kern“-Option enthält die wesentlichen Elemente eines Nachhaltigkeitsberichts und schafft einen Hintergrund, vor dem die Axel Springer SE Angaben zu den Auswirkungen ihrer wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Leistung machen kann. Außerdem beantwortet der Nachhaltigkeitsbericht die spezifischen Standardangaben („Disclosure on Management Approach“ (DMA) und Indikatoren) für die wesentlichen Aspekte. Zusätzlich wurden die GRI-Indikatoren der "Media Sector Disclosures" (MSD) berücksichtigt, die für die Branche verfügbar und wesentlich sind.

      Ein Teil der in diesem Bericht enthaltenen quantitativen Angaben wurde von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) geprüft.

      Die vier folgenden Links führen zu den wesentlichen GRI-Themenfeldern. Die darunter stehende Tabelle listet die dazu gehörenden Details-Stichpunkte auf. 

      Allgemeine Standardabfragen
      Spezifische Standardabfragen Ökonomie
      Spezifische Standardabfragen Ökologie
      Spezifische Standardabfragen Gesellschaft

      Allgemeine Standardabfragen Strategie und Analyse, Organisationsprofil, Berichtsparameter, Governance
      Spezifische Standardabfragen Gesellschaft
      Beschäftigung, Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis, Arbeitsschutz, Aus- und Weiterbildung, Vielfalt und Chancengleichheit, Gleicher Lohn für Frauen und Männer, Beschwerdeverfahren, Investitionen, Gleichbehandlung, Prüfung, Lieferanten, Unternehmensführung, Korruptionsbekämpfung, Sicherheitspraktiken, Politik, Wettbewerbswidriges Verhalten, Einhaltung der Gesetze, Produktverantwortung,
      Kundengesundheit und -sicherheit, Werbung, Medienkompetenz, Schutz der Kundendaten, Einhaltung von Gesetzesvorschriften
      Spezifische Standardabfragen Ökologie Materialien, Energie, Emissionen, Abwasser und Abfall, Emissionen, Transport, Lieferanten, Beschwerdeverfahren
      Spezifische Standardabfragen Ökonomie Wirtschaftliche Leistung, Beschaffung

      Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

      Zu den Schwerpunkten der GRI-Indikatoren der "Media Sector Disclosures" (MSD) zählt eine ausführliche Reihe von Fragen zur Rolle der Medien in der Gesellschaft, zur Sicherung publizistischer Unabhängigkeit und Meinungsvielfalt, zur Struktur der Eigentürmer und Gesellschafter, zur Qualitätssicherung bei der Erstellung journalistischer Inhalte, zur Interaktion mit Lesern, zur Befolgung erklärter Unternehmenswerte, zur Sicherung von Quellenschutz und Vertraulichkeit, zum Schutz geistigen Eigentums, zur Vermeidung von Interessenskonflikten bei der Erstellung und Verbreitung von Inhalten, zur Trennung von Redaktion und Anzeigenwerbung, zur Bedeutung der von staatlichen Stellen geschalteten Anzeigen, zur Vermeidung von Korruptionsrisiken, zu vertraglichen Rahmenbedingungen für feste und freie Mitarbeiter, zur Sicherheit bei journalistischen Einsätzen in Krisengebieten, zu Angeboten der beruflichen Weiterbildung, zur Transparenz bei der Vertretung von Brancheninteressen gegenüber Regulatoren und – besonders wichtig - zu aktuellen Veränderungsprozessen der Medien im Zuge der Digitalisierung.

      Hier finden Sie den Axel Springer GRI Content Index als PDF.

      Ansprechpartner für den Nachhaltigkeitsbericht:
      Florian Nehm
      Axel Springer SE
      Leiter Referat Nachhaltigkeit

      Tel: +49 30 2591 79370
      nachhaltigkeit@axelspringer.de

      G4-33 Externe Prüfung des Berichts

      Die Nachhaltigkeitsberichte der Axel Springer SE werden seit 2001 extern geprüft.

      Die von PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) geprüften quantitativen Angaben im Nachhaltigkeitsbericht 2015 der Axel Springer SE sind einzeln gekennzeichnet. Die Grundlagen, der Umfang und die Ergebnisse der Prüfung können dem Vermerk über die Prüfung durch PwC hier entnommen werden.

      Die Liste insgesamt geprüfter Angaben finden Sie im GRI Content-Index.

      6 Unternehmensführung

      STRUKTUR UND ZUSAMMENSETZUNG DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG

      G4-34 Führungsstruktur der Organisation

      Eine gute Corporate Governance ist für Axel Springer zentraler Bestandteil der verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle und damit eine wesentliche Grundlage für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Wir orientieren uns dabei an dem Maßstab guter Unternehmensführung in Deutschland, insbesondere dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

      Angaben zur „Corporate Governance“ finden sie hier.

      Der Aufsichtsrat der Axel Springer SE besteht satzungsgemäß aus neun Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Die Amtsperiode seiner Mitglieder beträgt regelmäßig fünf Jahre; eine Wiederwahl ist zulässig. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wird aus der Mitte des Gremiums gewählt; seine Amtszeit stimmt mit der des Aufsichtsrats überein. Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Geschäftsordnung vier Ausschüsse gebildet – Präsidium, Personalausschuss, Nominierungsausschuss und Audit Committee –, die die Arbeit des Plenums unterstützen. Der Aufsichtsrat besteht aus zwei weiblichen und sieben männlichen Mitgliedern (weiblicher Anteil gleich 22 Prozent).

      Weitere Informationen finden Sie hier.

      Der Vorstand der Axel Springer SE leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Der Vorstand ist in seiner Leitungsfunktion dem Unternehmensinteresse und der nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens und ist – in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat – verantwortlich für deren Umsetzung. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der relevanten Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Das Gremium besteht derzeit aus vier Mitgliedern.

      Weitere Informationen finden Sie hier.

      Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

      Vorgaben zur Sicherung ethischer Medien-Standards: Um die Einhaltung von Gesetzen, Selbstverpflichtungen und Richtlinien sicherzustellen, wurde bei Axel Springer ein konzernweites Compliance-Management eingeführt. Ein Compliance Committee überwacht u.a. die Einhaltung des Code of Conduct. Der Code of Conduct ist Teil der Compliance-Organisation und als Zusammenfassung der Verhaltensregeln von Axel Springer zu verstehen, zu dem u.a. die Leitlinien für Journalistische Unabhängigkeit gehören.

      Der Schutz der Pressefreiheit reicht von der Beschaffung der Information bis zur Verbreitung der Nachricht. Schutz genießen beispielsweise die Bestimmung der Tendenz einer Zeitung, die Vertraulichkeit der Redaktionsarbeit sowie insbesondere die Geheimhaltung der Informationsquellen im Interesse eines breiten Informationsflusses.

      Die Leitlinien zur journalistischen Arbeit aller Redakteurinnen und Redakteure sichern die Rahmenbedingungen für unabhängigen und kritischen Journalismus bei Axel Springer.

      Mehr Informationen und Details finden Sie im Geschäftsbericht 2015.

      G4-38 Geben Sie die Zusammensetzung des höchsten Kontrollorgans und seiner Komitees an

      Als deutsche SE hat der Konzern eine duale Struktur durch Trennung von Aufsichtsrat und Vorstand.

      Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

      • Dr. Giuseppe Vita (Vorsitzender)
      • Dr. h. c. Friede Springer (stellvertretende Vorsitzende)
      • Oliver Heine
      • Rudolf Knepper
      • Lothar Lanz
      • Dr. Nicola Leibinger-Kammüller
      • Prof. Dr. Wolf Lepenies
      • Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle
      • Martin Varsavsky

      Die Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2019. Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder finden Sie hier.

      Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

      Der Aufsichtsrat der Axel Springer SE hat mit Blick auf Ziffer 5.4.1 DCGK folgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen:

      • Der Aufsichtsrat der Axel Springer SE ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über alle Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlich sind.
      • Weiterhin strebt der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung des statutarischen Unternehmensgegenstands, der Größe der Gesellschaft und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit als Ziel für die jeweils anstehenden turnusmäßigen Wahlperioden eine Zusammensetzung an, bei der insbesondere die folgenden Elemente berücksichtigt sind:
      • Mindestens zwei Aufsichtsratssitze sollen durch Personen besetzt werden, die im besonderen Maß das Kriterium Internationalität verkörpern (z. B. aufgrund relevanter Erfahrung mit Geschäftstätigkeit von Unternehmen im Ausland).
      • Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgabe bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben.
      • Im Aufsichtsrat soll es eine angemessene Beteiligung von Frauen geben. Derzeit sind zwei der insgesamt neun Sitze (22,2 %) mit Frauen besetzt; dies sieht der Aufsichtsrat jedenfalls als angemessen an. Dementsprechend und aufgrund der Tatsache, dass innerhalb der beschlossenen, gesetzlich maximal zulässigen ersten Umsetzungsfrist keine turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen anstehen, wurde auch die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Axel Springer SE auf 22,2 % festgelegt.
      • Bei Wahlvorschlägen soll berücksichtigt werden, dass die Aufsichtsratsmitglieder in der Regel nicht älter als 72 Jahre sein sollen; Ausnahmen hiervon kann der Aufsichtsrat beschließen. Des Weiteren soll der Aufsichtsrat darauf achten, dass möglichst wenige seiner Mitglieder einem potenziellen Interessenkonflikt unterliegen, z. B. aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei wesentlichen Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen wesentlichen Geschäftspartnern von Axel Springer. Daneben soll der Aufsichtsrat bei seiner Zusammensetzung insgesamt berücksichtigen, dass diese dem Kriterium der Vielfalt (Diversity) entspricht.
      • Der Aufsichtsrat strebt als Ziel für seine Zusammensetzung an, dass mindestens zwei seiner Mitglieder unabhängig im Sinne des DCGK sind.

      Dagegen hat der Aufsichtsrat trotz der Empfehlung aus Ziff. 5.4.1 Sätze 2 und 5 DCGK beschlossen, im Hinblick auf die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat keine Regelgrenze festzulegen. Eine pauschale Regelgrenze berücksichtigt individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht (vgl. die hierzu erklärte  Abweichung in der Entsprechenserklärung vom 9. November 2015, s. Seite 67). Mit der aktuellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Axel Springer SE sind die genannten Ziele bereits vollständig erreicht. Der Aufsichtsrat vergewissert sich darüber hinaus bei seinen Vorschlägen zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder bei den jeweiligen Kandidaten, dass sie den zu erwartenden Zeitaufwand aufbringen können.

      (Quelle: Geschäftsbericht 2015)

      G4-39 Erläuterung, ob der Vorsitzende des höchsten Leitungsorgans gleichzeitig Geschäftsführer ist

      Als deutsche Societas Europaea (SE) hat der Konzern eine duale Struktur durch Trennung von Aufsichtsrat und Vorstand.

      Der Vorstand der Axel Springer SE leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Das Gremium besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Interessenkonflikte hat jedes Vorstandsmitglied dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen.

      G4-41 Mechanismen des höchsten Leitungsorgans zur Vermeidung von Interessenkonflikten

      Interessenkonflikte hat jedes Vorstandsmitglied dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen. Auch jedes Aufsichtsratsmitglied hat Interessenkonflikten gegenüber dem Aufsichtsrat unverzüglich offen zu legen. Siehe dazu bitte auch „Corporate Governance".

      Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

      Mechanismen zur Vermeidung von Interessenkonflikten bei der Auswahl von Inhalten: Um die Einhaltung von Gesetzen, Selbstverpflichtungen und Richtlinien sicherzustellen, wurde bei Axel Springer ein konzernweites Compliance-Management eingeführt. Ein Compliance Committee überwacht u.a. die Einhaltung des Code of Conduct. Der Code of Conduct ist Teil der Compliance-Organisation und als Zusammenfassung der Verhaltensregeln von Axel Springer zu verstehen, zu dem u.a. die Leitlinien für Journalistische Unabhängigkeit gehören.

      Redaktionelle Veröffentlichungen dürfen in keinem Fall durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Redakteurinnen und Redakteure beeinflusst werden.

      Die Journalistinnen und Journalisten bei Axel Springer

      • berichten grundsätzlich nicht über nahestehende Personen, insbesondere Familienangehörige, in Text und Bild, es sei denn, es liegt ein mit dem jeweiligen Vorgesetzten abgestimmter sachlicher Grund vor;
      • nutzen ihre Berichterstattung nicht, um sich oder anderen Vorteile zu verschaffen;
      • stimmen sich grundsätzlich mit ihrem Vorgesetzten ab, falls durch Mitgliedschaft, Bekleidung eines Amtes oder durch ein Mandat in Vereinen, Parteien, Verbänden und sonstigen Institutionen, durch Beteiligung an Unternehmen, durch gestattete Nebentätigkeit oder durch eine Beziehung zu Personen oder Institutionen der Anschein erweckt werden könnte, dass dadurch die Neutralität ihrer Berichterstattung über diese Vereine, Parteien, Verbände, Unternehmen, Personen und sonstigen Institutionen beeinträchtigt würde;
      • beachten mit besonderer Sorgfalt die gesetzlichen Regelungen und berufsethischen Verpflichtungen der Presse zu Insider- und anderen Informationen mit potenziellen Auswirkungen auf Wertpapierkurse.

      G4-45 Verfahren des höchsten Leitungsorgans zur Überwachung der Nachhaltigkeitsleistung

      Um die Einhaltung von Gesetzen, Selbstverpflichtungen und Richtlinien sicherzustellen, wurde ein konzernweites Compliance-Management eingeführt. Ein Compliance Committee überwacht u.a. die Einhaltung des Code of Conduct.

      Nachhaltigkeitsrelevante Leistungen werden durch die Bereiche Controlling, Personal, Compliance und Risikomanagement überwacht. Alle zwei Jahre wird ein dem GRI-Format entsprechender, extern geprüfter Nachhaltigkeitsbericht publiziert. Hinzu kommen die jährlich publizierten Geschäftsberichte, die ebenfalls nachhaltigkeitsbezogene Informationen enthalten.

      G4-51 Zusammenhang zwischen Bezahlung der Führungsgremien und Leistung der Organisation

      Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des ‚Deutschen Corporate Governance Kodex’ (DCGK) besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge setzen sich aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente und einer langfristigen aktienbasierten Vergütungskomponente zusammen. Alle Vergütungsbestandteile sind für sich und in ihrer Gesamtheit angemessen. Als Kriterien für die Angemessenheit werden die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten von Axel Springer herangezogen.

      Ebenfalls wird das Branchenumfeld der Gesellschaft berücksichtigt. Externe Vergütungsexperten wurden im Berichtsjahr vom Aufsichtsrat nicht hinzugezogen.

      Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben erhalten die Vorstände einen Dienstwagen bzw. eine Dienstwagenpauschale sowie Sicherheitsaufwendungen als Nebenleistungen. Das jährliche Festgehalt orientiert sich u. a. an den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Konzerns.

      Der variable Vergütungsanteil in Form der als Jahresbonus gezahlten Barkomponente ist nach oben begrenzt und richtet sich nach der Leistung des Einzelnen im Rahmen individueller Ziele (u. a. an der Strategie der Axel Springer SE orientierte quantitative Bereichs- und qualitative Individualziele) sowie den Konzernzielen.

      Einzelheiten zur Entsprechenserklärung vom 9. November 2015 finden Sie hier.

      7 Ethik und Integrität

      G4-56 Grundsätze und Leitlinien der Unternehmensführung

      Die Unternehmenswerte der Axel Springer SE werden unter anderem beim Managementansatz im Abschnitt der ökonomischen GRI-Indikatoren erläutert. Die Standards bei der Erstellung von Inhalten werden unter den Punkten M2 und M3 dargelegt.

      Ergänzende branchenbezogene Angaben (G4-Media Sector Disclosures):

      Die Axel Springer SE ist ein multimedial integriertes Online-, Print- und TV-Unternehmen. Das Unternehmen will das führende digitale Medienunternehmen werden. Ob digital oder gedruckt: jedes Medium gehorcht unterschiedlichen Gesetzen, doch überall kommt es auf die Qualität der Inhalte an. Neuigkeiten, Meinungen, gut erzählte Geschichten – darum geht es in Zukunft und darum ging es immer. Wir arbeiten vernetzt und medienübergreifend und verzahnen so die verschiedenen Welten.

      Als einziges unabhängiges Medienunternehmen besitzt Axel Springer eine Unternehmensverfassung. Die darin formulierten fünf Grundsätze sind Grundlage der publizistischen Ausrichtung. Sie definieren gesellschaftspolitische Grundüberzeugungen, geben aber keine Meinung vor. Einzelheiten finden Sie hier.

      Darüber hinaus hat das Unternehmen Werte definiert, welche die Unternehmenskultur bei Axel Springer ausmachen. 2008 wurden bei Axel Springer Führungsgrundsätze eingeführt, die den Führungskräften einen Handlungsrahmen für ihre tägliche Arbeit geben.

      Zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit bei Axel Springer haben die Chefredakteure und Verlagsgeschäftsführer der Gesellschaft Leitlinien der journalistischen Unabhängigkeit entwickelt und in Abstimmung mit dem Vorstand im August 2003 in Kraft gesetzt. Einzelheiten finden Sie hier.

      Der im Juli 2004 veröffentlichte Katalog sozialer Standards ist eine verbindliche Leitlinie zur sozialen Integrität und gilt weltweit für alle Aktivitäten des Unternehmens. Hohe Bedeutung hat bei der Axel Springer SE eine gute Corporate Governance bei der Unternehmensführung und -kontrolle. Außerdem veröffentlichte das Unternehmen 1994 mit dem ersten Umweltbericht eine vier Punkte umfassende Umweltleitlinie.

      Um die Einhaltung von Gesetzen, Selbstverpflichtungen und Richtlinien sicherzustellen, wurde ein konzernweites Compliance-Management eingeführt. Ein Compliance Committee überwacht u.a. die Einhaltung des Code of Conduct.

      Er fasst unsere bestehenden Unternehmensgrundsätze, Werte sowie unsere Richtlinien und Leitlinien zusammen, die ethische, moralische und rechtliche Anforderungen an jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter enthalten.

      Das Interne Kontrollsystem (IKS) ist ein wesentlicher Bestandteil des Corporate Governance Systems der Axel Springer SE und unterstützt bei der Erreichung der strategischen Unternehmensziele. Hierfür wird die Wirksamkeit der im Rahmen des Risikomanagements festgelegten Risikosteuerungsmaßnahmen systematisch überwacht. Dem Internen Kontrollsystem kommt die Aufgabe zu, sicherzustellen, dass die Risikosteuerungsmaßnahmen von den Risikoverantwortlichen auch tatsächlich durchgeführt werden. Hierfür wird das Kontrollsystem einer systematischen Selbstevaluierung unterzogen, um die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des gesamten Kontrollsystems zu überprüfen. Die Durchführung der IKS-Tätigkeiten ermöglicht die Aufdeckung von Fehlern und Unregelmäßigkeiten.

      Im Besonderen verpflichtet fühlen wir uns der Meinungs- und Pressefreiheit, die konstitutive Voraussetzung für Freiheit und Demokratie ist.

      Im Mai 2009 zählte das Unternehmen zu den Mitunterzeichnern der „Europäischen Charta für Pressefreiheit“. Sie formuliert Grundsätze für die Freiheit der Medien gegenüber staatlichen Eingriffen, insbesondere für den Schutz vor Überwachungen, Lauschaktionen und Durchsuchungen von Redaktionen und Computern sowie für den freien Zugang von Journalisten und Bürgern zu allen in- und ausländischen Informationsquellen.

      Weitere Einzelheiten zu Grundsätzen und Leitlinien des Unternehmens finden Sie hier.

      Den vollständigen Text der „Europäischen Charta für Pressefreiheit“ finden Sie unter www.pressfreedom.eu.

      Zu den Eckpunkten unserer Verantwortung als Medienunternehmen zählen in erster Linie: