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Themenspezifische Angaben Gesellschaft

 
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatliche Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatliche Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.

Gesellschaftliche Indikatoren

Nachfolgende Indikatoren entsprechen den themenspezifischen Angaben Gesellschaft der „Global Reporting Initiative“ (GRI) zur international einheitlichen Strukturierung von Nachhaltigkeitsberichten.

1. Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung

Managementansatz für das Stakeholder-Anliegen: Mitarbeiteridentifikation und Arbeitgeberattraktivität

GRI 103-1 Geben Sie an, warum der Aspekt wesentlich ist. Nennen Sie die Auswirkungen, die diesen Aspekt wesentlich werden lassen.

  • Für den Erfolg in der digitalen Transformation zählen Kreativität, Unternehmertum und Integrität zu den zentralen Voraussetzungen.
  • Ohne qualifizierte und motivierte Mitarbeiter kein Fortschritt für das Unternehmen.

GRI 103-2 Geben Sie an, wie die Organisation mit diesem wesentlichen Aspekt oder dessen Auswirkungen umgeht. (Richtlinien, Verpflichtungen, Ziele und Vorgaben, Zuständigkeiten, Ressourcen, Besondere Maßnahmen)

Richtlinien

  1. Im Jahr 2008 wurden bei Axel Springer Führungsgrundsätze eingeführt. Mit den Grundsätzen soll Führungskräften ein Handlungsrahmen gegeben werden, der Transparenz über die Anforderungen und Erwartungen an die Führungsrolle schafft.
  2. Mit Blick auf die wachsende internationale Präsenz des Unternehmens hat die Axel Springer SE 2004 einen Katalog sozialer Standards verabschiedet. Diese „International Social Policy" ist eine verbindliche Leitlinie zur sozialen Integrität und gilt weltweit für alle Aktivitäten des Unternehmens.

Verpflichtungen
Kontinuierliches Monitoring durch die Personalleitungen der Bereich.

Ziele und Vorgaben
Kreativität, Unternehmertum, Integrität. Diese drei Werte bestimmen das Selbstbewusstsein von Axel Springer. Sie sind die Maßstäbe unseres täglichen Handelns. Wir führen, indem wir Raum für Kreativität schaffen, Ziele definieren und Wandel gestalten. Wir wollen Axel Springer weiterhin mutig zu unternehmerischem Erfolg führen. Im Mittelpunkt stehen unsere Mitarbeiter, die wir fördern, fordern und zu eigenverantwortlicher Arbeit ermutigen. Bei allen Aktivitäten in allen Teilen des Unternehmens achten wir auf die Einhaltung von Recht und Gesetz, unserer Unternehmensrichtlinien und dem Code of Conduct.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Zuständigkeiten
Die oberste Verantwortung für Beschäftigungsaspekte liegt beim Vorstand der Axel Springer SE.

Ressourcen
Mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten daran, weiterhin publizistisch und wirtschaftlich die Spitzenplätze zu besetzen. Ihnen bietet die Axel Springer SE attraktive Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Besondere Maßnahmen

Schulungen und bewusstseinsbildende Maßnahmen
Die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängt in wesentlichem Maß vom Mitarbeiter-Know-how und dessen Entwicklung ab. Daher sind unsere Seminare an den strategischen Zielen unseres Unternehmens ausgerichtet.

GRI 103-3 Legen Sie die Beurteilung des Managementansatzes dar, einschließlich der Verfahren für die Beurteilung der Effizienz des Managementansatzes; der Ergebnisse der Beurteilung des Managementansatzes; der Konsequenzen, die die Organisation ziehen wird.

Verfahren
Kontinuierlicher Dialog zwischen Management und der gewählten Mitarbeitervertretung; Mitarbeiterbefragungen;

Ergebnisse
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen.

Konsequenzen
Das Unternehmen wird die Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten für seine Mitarbeiter konsequent fortsetzen.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:

Vergütung von Nutzungsrechten: Der Erwerb von Nutzungsrechten erfolgt auf unterschiedlichen Wegen. Entsprechend vielfältig sind die Regelungswerke, welche die Wahrung und Vergütung dieser Nutzungsrechte sicherstellen sollen. Im Wesentlichen lassen sich diese wie folgt kategorisieren:

Angestellte Mitarbeiter: Angestellte Mitarbeiter übertragen Nutzungsrechte an ihren Arbeitsergebnissen (das sind im Wesentlichen die im Zusammenhang mit ihrer jeweiligen Tätigkeit geschaffenen Werke) auf ihren jeweiligen Dienstherren. Die Übertragung erfolgt – soweit es sich dabei um Computerprogramme handelt – im Regelfall bereits ohne gesonderte Vereinbarung gemäß § 69 b UrhG, in anderen Fällen in der Regel gemäß Arbeitsvertrag. Sie erhalten für ihre Tätigkeit ein angemessenes Arbeitsentgelt, mit dem in der Regel auch die Übertragung der Nutzungsrechte abgegolten ist.

Der Code of Conduct von Axel Springer stellt bei der Schaffung von journalistischen Inhalten die Wahrung der journalistischen Unabhängigkeit sicher.

Freie (haupt- oder nebenberuflich tätige) Urheber: Axel Springer erwirbt journalistische Inhalte auch von haupt- oder nebenberuflich tätigen nicht angestellten Personen. Der Erwerb der Nutzungsrechte erfolgt über Verträge und/oder Geschäftsbedingungen. Die Vergütung wird zum Teil individuell ausgehandelt, in Einzelbereichen finden tarifvertragliche Regelungen Anwendung. Im Bereich der journalistischen freien Mitarbeiter gelten in Deutschland die zwischen Verlegerverbänden und den Gewerkschaften (Deutscher Journalisten-Verband e.V., ver.di, dju) vereinbarten „Vergütungsregeln für freie hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen“ sowie der „Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen“.

Agenturen: Soweit Inhalte von Agenturen erworben werden, liegen dem Rechteerwerb entweder individuell ausgehandelte oder von Agenturen vorgegebene Geschäftsbedingungen zugrunde. Im Zweifel gilt das Urheberrecht.

Nutzerinhalte, Leserbriefe, Interaktive Angebote: Leser beziehungsweise Nutzer generieren – meist ohne gewerblichen Hintergrund – ebenfalls Inhalte, die in die Veröffentlichungen von Axel Springer aufgenommen werden. Zum Teil werden diese Beiträge honoriert (z.B. Bild Lesereporter, Gewinnspiele), zum Teil handelt es sich um unentgeltliches interaktives Nutzerverhalten (z.B. Leserbriefe, Kommentare auf Internetforen oder Online-Portalen).

Sicherheit am Arbeitsplatz sowie bei der journalistischen Arbeit: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz und nach Hause (sogenanntes Wegerisiko) sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Axel Springer SE in Deutschland über die Verwaltungsberufsgenossenschaft unfallversichert. Gleiches gilt bei Arbeitsunfällen im Betrieb der Axel Springer SE. Die Axel Springer SE trägt im Übrigen 50 Prozent der Kosten für eine gesetzliche Krankenversicherung.

Vor dem Hintergrund des Kidnappings von zwei BILD Redakteuren im Jahr 2011 hat die Axel Springer SE eine Konzernrichtlinie für Reisen in Kriegs-/Risiko- und Krisengebiete erlassen. Diese gibt den betroffenen Mitarbeitern Hinweise über Gefahren. Journalisten, die in Krisengebiete reisen, erhalten vorher ein Sicherheitstraining, das sie über das richtige Verhalten in Gefahrensituation unterrichtet.

Mitarbeiter entscheiden selbst über ihre Tätigkeit in einem Krisengebiet. Die Axel Springer SE hat sich bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei denen sich Gefahren realisiert haben, stets großzügig verhalten.

2. Angaben und Verweise für den Berichtszeitraum 2016 + 2017

GRI 401 Beschäftigung

GRI 401-1 Gesamtzahl und Rate der neu eingestellten Mitarbeiter sowie Personalfluktuation nach Altersgruppe, Geschlecht und Region

2017 waren im Gesamtunternehmen durchschnittlich 15.836 fest angestellte Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Volontäre) beschäftigt. Im Ausland beschäftigte Axel Springer durchschnittlich 7.425 Mitarbeiter (Vj.: 6.877); das entspricht einem Anteil von 46,9 % (Vj.: 44,9 %). Im Konzern waren durchschnittlich 6.981 Frauen (44,1 %) und 8.854 Männer (55,9 %) tätig. Die Aufschlüsselung nach Beschäftigungsart, Standort und Geschlecht finden Sie hier.

Durchschnittliche Fluktuation der Mitarbeiter*

Im Jahr 2017 betrug die Gesamtmitarbeiterfluktuationsrate 10,7 %. Dabei lagen die Frauen (11,4 %) vor den Männer (10,3 %).

Unternehmenszugehörigkeit und Altersstruktur: Zum Bilanzstichtag 2017 waren die Mitarbeiter durchschnittlich 10,1 (Vj.: 10,1) Jahre bei Axel Springer beschäftigt; 42,4 % (Vj.: 43,8 %) der Belegschaft gehörten dem Konzern länger als zehn Jahre an. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter ist zwischen 30 und 49 Jahre alt. Der Anteil der Schwerbehinderten lag in den deutschen Gesellschaften im Jahresdurchschnitt bei 3,7 % (Vj.: 3,7 %).

*Angaben nur für die über die ASMAS GmbH abgerechneten Tochtergesellschaften und AS SE (entspricht 44% der Gesamtmitarbeiter weltweit).

GRI 401-2 Leistungen für Vollzeitangestellte

Für die Standorte in Deutschland sowie deutsche hundertprozentige Tochtergesellschaften haben Betriebsrat und Geschäftsführung einen neunseitigen Katalog freiwilliger sozialer Leistungen vereinbart. Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Für die Mitarbeiter an den ausländischen Standorten gelten jeweils eigene Vereinbarungen.

GRI 401-3 Anteil der nach Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückkehrenden Mitarbeiter

Betrachtung der Gesellschaften, die von der ASMAS GmbH abgerechnet werden (durchschnittlich ca. 6.894 Mitarbeiter ohne Vol./ Azubis/ Aushilfen, davon 4.168 Männer und 2.726 Frauen).

Davon nahmen im Jahr 2017 insgesamt 438 Mitarbeiter Elternzeit in Anspruch, davon 253 Frauen und 185  Männer. Weitere 151 Mitarbeiter waren im Jahr 2017 während der Elternzeit in Teilzeit beschäftigt (davon 109 Frauen und 42 Männer).

Zu diesem Indikator werden seit 2010 Informationen gesammelt. An den Standorten in Deutschland liegt der Anteil der nach Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückkehrenden Mitarbeiter bei 84,5 Prozent.

GRI 402 Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis

GRI 402-1 Mitteilungsfristen in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen

Die Mitteilungen wesentlicher betrieblicher Veränderungen finden zeitnah statt. Einzelheiten sind in Deutschland im Betriebsverfassungsgesetz geregelt.
Die Geschäftsführer bzw. Personalleiter sowie Mitarbeiter und Mitarbeitervertreter stehen in engem Kontakt und treffen sich regelmäßig bzw. anlassbezogen zu Gesprächen über zahlreiche Themen. In speziellen Veranstaltungen erläutern Referenten aus dem Unternehmen anhand von Beispielen aus der Praxis Konzepte, Strategien, Planungen und Perspektiven, die für die Zukunft des Unternehmens oder die Entwicklung in der Branche von Bedeutung sind.

Wichtige Veränderungen werden im Rahmen der internen Kommunikation u. a. auch über das Intranet, per Email und ggf. auch an der Pinnwand, kommuniziert.

GRI 403 Arbeitsschutz

GRI 403-1 Arbeitsschutzkommissionen

Für alle Fragen und Maßnahmen der Arbeitssicherheit, des Brandschutzes und des Umweltschutzes sind die Sicherheitsingenieure der jeweiligen Standorte zuständig. Die Aufklärung und Beratung von Mitarbeitern ist dabei von zentraler Bedeutung.

Arbeitsausschuss-Sitzungen: Zu Fragen von Arbeitssicherheit und Gesundheits-Schutzes  treffen sich Vertreter von Management und Betriebsrat der jeweiligen Standorte des Unternehmens mindestens vier Mal im Jahr. Dabei sind über den Betriebsrat 100 Prozent der Mitarbeiter vertreten.

GRI 403-2 Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle

Diese Tabelle dokumentiert die Arbeitsunfälle an den Druckstandorten in Deutschland sowie an den Verlagsbüro-Standorten in Berlin und Hamburg. Grundlage der Statistik sind die jeweils lokalen gesetzlichen Vorschriften bzw. die Vorgaben der jeweiligen Berufsgenossenschaft (Versicherer). Die Aufschlüsselung nach Anzahl und Ausfalltagen finden Sie hier.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:

Gesundheit, Motivation und Kreativität der Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren für ein Medienunternehmen. Das betriebliche Gesundheitsmanagement der Axel Springer SE ist im Jahr 2011 mit dem Exzellenzsiegel des „Corporate Health Award“ ausgezeichnet worden.

(Hinweis bezüglich GRI 403-2: Bei der Dokumentation der Unfallzahlen wird mangels Relevanz nicht nach Männern und Frauen unterschieden.)

GRI 404 Aus- und Weiterbildung

GRI 404-1 Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde.

Um den wachsenden – auch technologischen Herausforderungen – unserer Branche gerecht zu werden, umfasst die Personalpolitik von Axel Springer ein vielfältiges Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramm.

Axel Springer in Deutschland: 2017 wurden insgesamt 71.143 Stunden an Aus- und Weiterbildung durchgeführt. Davon entfielen 7.126 Stunden auf die spezifischen Bedürfnisse der Redaktionen.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Herzstück eines Medienunternehmens wie Axel Springer. Unsere kreativen, kompetenten und engagierten Mitarbeiter sind eine der wesentlichen Grundlagen unseres unternehmerischen Erfolgs. Dem dient ein umfangreiches Programm der Aus- und Weiterbildung.

(Hinweis bezüglich GRI 404-1: Bei der Dokumentation der Teilnahme an entsprechenden Programmen wird mangels Relevanz nicht nach Frauen und Männern unterschieden.)

Tabelle GRI 404-1: Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde in Deutschland
  2015 2016 2017 2015 vs. 2017
Gesamtbetrag an Trainingsausgaben in TEuro 1,760 1,244 1,359 -22,8 %
Seminar- und Trainingsstunden insgesamt 69.829 50.774 71.143 1,88 %
Seminarstunden Redakteure 5.765 3.716 7.126 23,6 %
Seminarstunden Mitarbeiter 62.836 45.982 62.407 -0,68 %
Seminarstunden Fachpersonal 514 465 600 16,6 %
Seminarstunden Aushilfen 183 239 432 136,07%
Seminarstunden Auszubildende 531 737 578 8,9%

GRI 404-2 Programme für lebenslanges Lernen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Herzstück von Axel Springer. Unsere kreativen, kompetenten und engagierten Mitarbeiter sind eine der wesentlichen Grundlagen unseres unternehmerischen Erfolgs. Um neue Kompetenzen entwickeln und vorhandene Stärken ausbauen zu können, gibt es bei uns ein umfangreiches Entwicklungsprogramm.

Dies sichert das individuelle Fortkommen des Einzelnen sowie den gemeinsamen Erfolg. Ob beim Entwicklungsdialog, im Rahmen unserer umfangreichen Seminarangebote, der Axel Springer Media Sales Academy oder bei der bereichsspezifischen Qualifizierung – im Mittelpunkt steht immer der Mitarbeiter. Seine Qualifizierung und Weiterbildung sind eine Investition in die Zukunft des Unternehmens.

Die Personalentwicklung hat ihre Qualifikationsaktivitäten in den vergangenen Jahren konsequent auf die Erfordernisse der Digitalisierung ausgerichtet und diese Schwerpunktsetzung intensiviert. Gemeinsam mit den bereits erfolgreich etablierten Formaten und Seminaren ergibt sich bei den Maßnahmen der Personalentwicklung ein deutlicher Fokus auf digitale Inhalte.

Außerdem unterstützen wir Kolleginnen und Kollegen, die sich durch eine Berufsbegleitende Fortbildung weiterqualifizieren und neuen Herausforderungen stellen wollen. Erfolg braucht auch Kontakte – daher existieren verschiedene Netzwerke. So werden der gezielte Informationsaustausch und der Teamgedanke im ganzen Unternehmen gefördert. Ein erfolgreiches Element der Fördermöglichkeiten bei Axel Springer sind auch unser Mentoring-Programm und Cross-Company-Mentoring.

Wer sich darüber hinaus auf dem Laufenden halten will, welche Projekte in anderen Bereichen erfolgreich sind, der ist richtig beim Besuch des Aktuellen Themas. Unter der Vortragsreihe des Aktuellen Themas findet sich auch der Digitale Campus wieder. Hier erfahren Sie welche neuen Entwicklungen sich aus der Digitalisierungsstrategie der Axel Springer SE ergeben.

Einzelheiten zu den Programmen der Personalentwicklung finden Sie hier.

GRI 404-3 Prozentsatz der Mitarbeiter, die eine regelmäßige Leistungsbeurteilung und Entwicklungsplanung erhalten.

Im Rahmen der variablen Vergütung bietet die Axel Springer SE in Deutschland ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Teilnahme am System der Zielvereinbarungen an. Führungskraft und Mitarbeiter entscheiden gemeinsam, ob eine Teilnahme sinnvoll erscheint.

Zusätzlich hat die Axel Springer SE 2008 in Deutschland ein Pilotprojekt zum Entwicklungsdialog eingeführt. Der Entwicklungsdialog ist ein regelmäßig geführtes, verbindliches Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter als jährliches Feedback zu ihrem persönlichen Entwicklungsstand. Daraus ergeben sich der Entwicklungsbedarf und die konkreten Entwicklungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Seminare und Jobrotation. Im Jahr 2016 haben 2.629 und im Jahr 2017 2.180 Führungskräfte und Mitarbeiter am Entwicklungsdialog teilgenommen.

Der Entwicklungsdialog wird seit 2009 schrittweise auf Tochtergesellschaften ausgeweitet.

GRI 405 Vielfalt und Chancengleichheit

GRI 405-1 Zusammensetzung der leitenden Organe und Aufteilung der Mitarbeiter nach Kategorie hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und anderen Indikatoren für Vielfalt.

Der Altersdurchschnitt des vierköpfigen Vorstandes lag 2017 bei 52 Jahren. Aufsichtsrat und Vorstand setzen sich zum 31.12.2017 aus 15,4 Prozent Frauen und 84,6 Prozent Männern zusammen. Detailliertere Informationen zum Vorstand und dem Aufsichtsrat finden Sie hier.

Die Mitarbeiteranzahl (ohne Volontäre / Auszubildende) betrug im Jahr 2017 ca. 15.836 Mitarbeiter. Davon waren 8.854 (55,9 Prozent) männlich und 6.981 (44,1 Prozent) weiblich.

In Deutschland (Betrachtung 6.894 MA) sind unter den Mitarbeitern über 97 Nationalitäten vertreten, 661 ausländische Mitarbeiter von 6.894 Mitarbeitern in Deutschland (9,6%). Die Übersicht der Mitarbeiter des Gesamtunternehmens nach Geschlecht finden Sie hier.

Alter Redakteure Angestellte Fachpersonal Aushilfen Volontäre/Azubis Gesamt
unter 30 7,9% 16,0% 2,2% 3,7% 97,7% 15,6%
30 bis 49 60,5% 62,1% 35,0% 35,8% 2,3% 58,0%
über 50 31,6% 21,9% 62,8% 60,6% 0% 26,4%

*Angaben nur für die über die Personalservice GmbH abgerechneten Tochtergesellschaften und AS SE

Vielfalt (Diversity) ist für uns ein wesentlicher Teil der Unternehmenskultur. Die Globalisierung, der demografische Wandel und die verstärkte Individualisierung wird diese Entwicklung weiter verstärken. Die Vielfalt innerhalb unserer Belegschaft ist gerade für uns als Medienunternehmen, das Menschen bewegt und täglich die verschiedensten Facetten des Lebens aufgreift, eine große Chance, auf die vielfältigen Interessen und Bedürfnisse unserer Kunden kreativ einzugehen.

Als innovatives und international aufgestelltes Medienunternehmen hat die optimale und diskriminierungsfreie Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter für uns hohe Priorität. Das bedeutet, die gegenseitige Akzeptanz für Unterschiedlichkeiten hinsichtlich

  • der Herkunft,
  • des Alters,
  • des Geschlechts,
  • der Religion und Weltanschauung,
  • der Nationalität und Ethnie,
  • der sexuellen Orientierung, sowie
  • der Behinderung.

Diese Vielfältigkeit ist von unschätzbarem Wert, genauso wie die persönlichen Erfahrungen und individuelle Biografien unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Axel Springer hat zunächst folgende Schwerpunkte identifiziert, die im Mittelpunkt unserer Diversity-Aktivitäten stehen:

  • Mehr Frauen in Führungspositionen: Ziel ist, den Frauenanteil auf allen Führungsebenen im Unternehmensdurchschnitt auf über 30 Prozent zu erhöhen. Dazu wurde 2010 die Projektgruppe Chancen:gleich! ins Leben gerufen. Ende 2016 wurde ein erstes Etappenziel erreicht: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen von 16 % im Jahr 2010 wurde nahezu verdoppelt. Zum 31. Dezember 2017 lag der Anteil im Konzern bei 32 %. Dieser Anteil soll weiter gesteigert werden.
  • Demografischer Wandel: Migration und Alter sowie die weiteren Aspekte von Diversity, stehen im Zentrum der Arbeit des Arbeitskreises Chancengleichheit und Diversity (AKC).
  • Vereinbarkeit Familie und Beruf: Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtige Leitlinie für unsere Personalarbeit.

GRI 405-2 Verhältnis des Grundgehalts für Männer zum Grundgehalt für Frauen

Das Unternehmen steht konzernweit im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Die Vergütungssysteme basieren auf den Leistungen der Mitarbeiter und den Bedingungen des Marktes. Diskriminierung, z. B. aufgrund von Geschlecht oder Alter, wird abgelehnt. Das Entgelt wird durch die Art der Tätigkeit in Anlehnung an die Stellenbewertung bestimmt. Dabei werden die individuelle Leistung, die Berufserfahrung sowie Entwicklung am Arbeitsmarkt berücksichtigt.

(Hinweis bezüglich GRI 405-2: Grundgehälter von Männern und Frauen sind gleich und werden daher nicht dokumentiert.)

2. Menschenrechte

Managementansatz für das Stakeholder-Anliegen: Einhaltung der Menschenrechte

GRI 103-1 Geben Sie an, warum der Aspekt wesentlich ist. Nennen Sie die Auswirkungen, die diesen Aspekt wesentlich werden lassen.

  • Axel Springer steht für Pressefreiheit ein. Eine freie Presse ist Wesenselement unserer demokratischen Gesellschaft.
  • In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 sind die Freiheit der Meinung, der Meinungsäußerung und der Presse als grundlegende Menschenrechte festgelegt. Sie ist eine Voraussetzung für journalistische Unabhängigkeit.

GRI 103-2 Geben Sie an, wie die Organisation mit diesem wesentlichen Aspekt oder dessen Auswirkungen umgeht. (Richtlinien, Verpflichtungen, Ziele und Vorgaben, Zuständigkeiten, Ressourcen, Besondere Maßnahmen)

Richtlinien
Der Code of Conduct der Axel Springer SE u.a. mit Hinweis auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948.

Verpflichtungen
Einhaltung von Recht und Gesetz.

Ziele und Vorgaben
Axel Springer achtet und unterstützt die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen und toleriert kein Verhalten, das diese missachtet. So ist es gleich im ersten Punkt unserer International Social Policy festgelegt. Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Zuständigkeiten
Die oberste Verantwortung für Beschäftigungsaspekte liegt beim Vorstand der Axel Springer SE.

Ressourcen
Schulungen und bewusstseinsbildende Maßnahmen.

Besondere Maßnahmen

2008 wurden bei Axel Springer Führungsgrundsätze eingeführt. Mit den Grundsätzen soll Führungskräften ein Handlungsrahmen gegeben werden, der Transparenz über die Anforderungen und Erwartungen an die Führungsrolle schafft. Dazu werden Mitarbeiter und Führungskräfte geschult. Den vollständigen Text der Führungsgrundsätze lesen Sie hier.

GRI 103-3 Legen Sie die Beurteilung des Managementansatzes dar, einschließlich der Verfahren für die Beurteilung der Effizienz des Managementansatzes; der Ergebnisse der Beurteilung des Managementansatzes; der Konsequenzen, die die Organisation ziehen wird.

Verfahren
Überprüfung der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen und unternehmensinterner Richtlinien durch Compliance-Management.

Ergebnisse
Die Ergebnisse werden u.a. im Geschäftsbericht zum Fragen der Corporate Governance veröffentlicht. 

Konsequenzen
Fortsetzung der unternehmensweiten Bewusstmachung Compliance-relevanter Themen.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:
Als Medienunternehmen spielen bei der Meinungsfreiheit sowohl der Aspekt der Ausübung als auch der Aspekt der Unterstützung gesellschaftlicher Freiheitsrechte eine zentrale Rolle.

Als einziges unabhängiges Medienunternehmen besitzt Axel Springer eine Unternehmensverfassung. Die darin formulierten fünf Grundsätze sind Grundlage der publizistischen Ausrichtung. Sie definieren gesellschaftspolitische Grundüberzeugungen, geben aber keine Meinung vor.

Axel Springer steht für Pressefreiheit ein. Eine freie Presse ist Wesenselement unserer demokratischen Gesellschaft. Der Schutz der Pressefreiheit reicht von der Beschaffung der Information bis zur Verbreitung der Nachricht. Schutz genießen beispielsweise die Bestimmung der Tendenz einer Zeitung, die Vertraulichkeit der Redaktionsarbeit sowie insbesondere die Geheimhaltung der Informationsquellen im Interesse eines breiten Informationsflusses. Die Pressefreiheit kann mit anderen vom Grundgesetz geschützten Werten in Konflikt geraten und wird nicht vorbehaltlos gewährleistet. Um die Pressefreiheit aber vor einer Relativierung zu bewahren, hat sich die Auslegung der sie einschränkenden Gesetze stets an der Bedeutung der Pressefreiheit, die konstituierend für die Demokratie ist, zu orientieren.

Inhaltliche Einflussnahme von Werbekunden, Regierungen oder politischen Parteien engt die freie Berichterstattung ein und wird vom Leser mit Abwendung quittiert. So ist Unabhängigkeit die erste Voraussetzung für exzellenten Journalismus.

Leitlinien: Zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit bei Axel Springer haben die Chefredakteure und Verlagsgeschäftsführer bereits 2003 entsprechende Leitlinien in Kraft gesetzt. Dazu zählt die Trennung von Werbeanzeigen und redaktionellen Texten. Die Leitlinien sind seit 2012 Bestandteil des konzernweit gültigen Code of Conduct.

Charta für Pressefreiheit: Im Mai 2009 zählte die Axel Springer SE zu den Mitunterzeichnern der „Europäischen Charta für Pressefreiheit“. Sie formuliert Grundsätze für die Freiheit der Medien gegenüber staatlichen Eingriffen, insbesondere für den Schutz vor Überwachungen, Lauschaktionen und Durchsuchungen von Redaktionen und Computern sowie für den freien Zugang von Journalisten und Bürgern zu allen in- und ausländischen Informationsquellen.

Förderung der Medienkompetenz: Um an demokratischen Entscheidungen teilnehmen zu können, sind der Zugang zu Wissen, das Verständnis von politischen Prozessen sowie der Aufbau von Medienkompetenz entscheidende Voraussetzungen. Die Axel Springer SE fördert dazu das Medienverständnis junger Menschen.

Engagement für Pressefreiheit: DIE WELT und WELT KOMPAKT unterstützten 2010 den Internationalen Tag der Pressefreiheit als exklusiver Medienpartner der Organisation „Reporter ohne Grenzen“. Die Titelseiten der beiden Tageszeitungen der WELT-Gruppe erschienen am Montag, den 3. Mai 2010, leer – ohne Aufmacher, Nachrichten, Kommentare und Fotos. Stattdessen war unten rechts auf den Titelseiten nur eine kleine Anzeige von „Reporter ohne Grenzen“ zu sehen, die auf die weltweite Bedeutung und den Stellenwert der Pressefreiheit aufmerksam macht.

Schutz geistigen Eigentums: Als Medienkonzern ist Axel Springer dem Schutz geistigen Eigentums Dritter besonders verpflichtet. Maßgeblich für den Schutz des geistigen Eigentums sind die geltenden Gesetze. Da diese international variieren, sind die jeweiligen lokalen Ausprägungen einzuhalten.

Umgang mit Quellen: Die Journalistinnen und Journalisten sind im Umgang mit Quellen und Recherchen zu besonderer Sorgfalt verpflichtet. Sie stehen für Meinungs- und Pressefreiheit ein und nehmen aufgrund des öffentlichen Berichterstattungsinteresses Abwägungen vor, die sich nach geltendem Recht und den anerkannten Regeln der journalistischen Sorgfalt richten.

Angaben und Verweise für den Berichtszeitraum 2016 + 2017

GRI 406 Gleichbehandlung

GRI 406-1 Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen

Vorfälle von Diskriminierung sind nicht bekannt. Seit August 2006 gilt in Deutschland das Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) mit dem entsprechende Anti-Diskriminierungsrichtlinien der Europäischen Union umgesetzt werden. In internen Seminaren wurden Mitarbeiter bezüglich der Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) geschult.

GRI 412 Menschenrechtsbeurteilung

GRI 412-1 Anteil und Gesamtzahl der Bereiche, die unter Aspekten von Menschenrechten oder menschenrechtlichen Auswirkungen untersucht worden sind.

Die Konzernrevision bildet ein wesentliches Element einer modernen und wirkungsvollen Unternehmensführung und -überwachung (Corporate Governance). Zu den Aufgaben zählen

  • Risikoorientierte Prüfung der Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sicherheit von Prozessen, Strukturen sowie IT Systemen in allen Konzerngesellschaften und –bereichen;
  • Beurteilung der Wirksamkeit des auf zentraler und dezentraler Ebene eingerichteten internen Überwachungssystems (Risikomanagement, Internes Kontrollsystem, Compliance Management System);
  • Anlassbezogene Durchführung von Sonderaufträgen im Auftrag von Vorstand und Aufsichtsrat, z.B. bei Verdacht auf dolose Handlungen (Fraud Audits);
  • Full-Scope-Prozess- und IT-Prüfungen bei (neu akquirierten) Tochtergesellschaften im In- und Ausland;

Kommentar im Rahmen der GRI-„Media Sector Disclosures“:

Medienorganisationen können erhebliche Auswirkungen auf die Aspekte der Menschenrechte (einschließlich der freien Meinungsäußerung, Darstellung der Menschenrechte, kulturelle Rechte, geistiges Eigentum und Schutz der Privatsphäre) haben. Bewertungen und Folgenabschätzungen, wie die relevanten Aspekte in Betrieb integriert werden, sind wesentlich, dass die Auswirkungen der Organisation zu gewährleisten, im Einklang mit ihren Gehaltswerte oder redaktionellen Richtlinien ist. 

Unabhängiger und kritischer Journalismus

Dazu Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: „Sinn und Seele des Unternehmens Axel Springer ist der Journalismus. Mit unabhängiger und kritischer Information und Beratung sowie guter Unterhaltung dienen wir unseren Lesern. Mit unseren publizistischen Angeboten leisten wir einen Beitrag zur Stärkung von Freiheit und Demokratie. Voraussetzung dafür ist unser wirtschaftlicher Erfolg.“

Als einziges unabhängiges Medienunternehmen besitzt Axel Springer eine Unternehmensverfassung. Die darin formulierten fünf Grundsätze sind Grundlage der publizistischen Ausrichtung. Sie definieren gesellschaftspolitische Grundüberzeugungen, geben aber keine Meinung vor.

Die Förderung der Einhaltung redaktioneller Standards bei der Erstellung von Inhalten ist ein kontinuierlicher Prozess. Dazu zählen – neben einer guten Journalisten-Ausbildung und der Hinzuziehung fachlicher Beratung – Maßnahmen wie die redaktionsinterne oder auch öffentliche Blattkritik und der Austausch mit Lesern und Usern. Redaktionen wollen wissen, was Lesern wichtig ist, was sie gut oder schlecht finden und welche Themen stärker aufgegriffen werden sollen.

Medienangebote – ob online oder gedruckt – müssen durch Qualität überzeugen; deshalb ist uns die exzellente Ausbildung des journalistischen Nachwuchses besonders wichtig. Die Axel Springer Akademie verfolgt einen medienübergreifenden Ansatz und gilt deshalb als Deutschlands modernste Journalistenschule, die klassischen, traditionellen Journalismus erfolgreich mit den Techniken crossmedialer Darstellung verzahnt.

Inhaltliche Einflussnahme von Werbekunden, Regierungen oder politischen Parteien engt die freie Berichterstattung ein und wird vom Leser mit Abwendung quittiert. So ist Unabhängigkeit die erste Voraussetzung für exzellenten Journalismus. Dieser wird auch von Anzeigenkunden geschätzt. Für die Axel Springer SE gilt die strikte Trennung von Redaktion und Anzeigen. Werbeanzeigen werden gekennzeichnet.

Leser können gegen journalistische Inhalte beim Presserat, der Institution freiwilliger Selbstregulierung der Presse, sowie bei den Gerichten Beschwerde einlegen.

Der Deutsche Presserat ist eine Organisation der großen deutschen Verleger- und Journalistenverbände wie dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), dem Deutschen Journalistenverband (DJV) sowie der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju). Gegründet wurde der Presserat am 20. November 1956.

Die Axel Springer SE ist im Kuratorium von „Reporter ohne Grenzen“ vertreten.

GRI 412-2 Gesamtzahl der Schulungsstunden von Mitarbeitern für Richtlinien und Verfahrensanweisungen der Organisation, die sich auf Menschenrechtsaspekte beziehen und für die Geschäftstätigkeit maßgeblich sind, sowie Prozentsatz der geschulten Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft.

Die im Jahr 2008 eingeführten Führungsgrundsätze der Axel Springer SE sind Teil des jährlichen Weiterbildungsprogramms für Mitarbeiter und Führungskräfte. Dazu zählen u. a. Seminarangebote zu Gleichstellung, Diversity, Gesundheitsmanagement, Arbeitsrecht, Reflektion der Führungsrolle, Interkulturelle Kompetenz, Konfliktmanagement und Presserecht.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:

Zu den Weiterbildungsangeboten mit Bezug zu redaktionellen Inhalten zählen u.a. Journalistische Ethik (Axel Springer Akademie), Code of Conduct, Presserecht, Datenschutz, etc.

GRI 412-3 Prozentsatz und Gesamtzahl der wesentlichen Investitionsvereinbarungen, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Jede signifikante Investition oder Beschaffung wird u.a. im Rahmen von Due Diligence Prozessen unter Aspekten von Menschenrechten geprüft.

Mit Blick auf die wachsende internationale Präsenz des Unternehmens hat die Axel Springer SE einen Katalog sozialer Standards verabschiedet. Diese „International Social Policy" ist eine verbindliche Leitlinie zur sozialen Integrität und gilt weltweit für alle Aktivitäten des Unternehmens. Diese Standards sind z.B. Teil der Verträge der an andere Verlage lizenzierten Zeitschriften. Den Katalog sozialer Standards finden Sie hier.

3. Gesellschaft

Managementansatz für die Stakeholder-Anliegen: Journalistische Unabhängigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

GRI 103-1 Geben Sie an, warum der Aspekt wesentlich ist. Nennen Sie die Auswirkungen, die diesen Aspekt wesentlich werden lassen.

  • Als Herausgeber digitaler und gedruckter Publikationen steht das Unternehmen mitten in Gesellschaft. Journalistische Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit zählen zu den Voraussetzungen.
  • Eine Entfernung oder gar Isolierung von gesellschaftlichen Gegebenheiten steht dem nachhaltigen Fortbestand des Unternehmens entgegen.

GRI 103-2 Geben Sie an, wie die Organisation mit diesem wesentlichen Aspekt oder dessen Auswirkungen umgeht. (Richtlinien, Verpflichtungen, Ziele und Vorgaben, Zuständigkeiten, Ressourcen, Besondere Maßnahmen)

Richtlinien

Als einziges unabhängiges Medienunternehmen besitzt Axel Springer eine Unternehmensverfassung. Die darin formulierten fünf Grundsätze sind Grundlage der publizistischen Ausrichtung. Sie definieren gesellschaftspolitische Grundüberzeugungen, geben aber keine Meinung vor. Einzelheiten finden Sie hier.

Darüber hinaus hat das Unternehmen Werte definiert, welche die Unternehmenskultur bei Axel Springer ausmachen. 2008 wurden bei Axel Springer Führungsgrundsätze eingeführt, die den Führungskräften einen Handlungsrahmen für ihre tägliche Arbeit geben.

Leitlinien der journalistischen Unabhängigkeit bei Axel Springer: Zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit bei Axel Springer haben die Chefredakteure und Verlagsgeschäftsführer der Gesellschaft Leitlinien entwickelt und in Abstimmung mit dem Vorstand im August 2003 in Kraft gesetzt. Einzelheiten finden Sie hier.

Der im Juli 2004 veröffentlichte Katalog sozialer Standards ist eine verbindliche Leitlinie zur sozialen Integrität und gilt weltweit für alle Aktivitäten des Unternehmens. Hohe Bedeutung hat bei der Axel Springer SE eine gute Corporate Governance bei der Unternehmensführung und -kontrolle. Außerdem veröffentlichte das Unternehmen 1994 mit dem ersten Umweltbericht eine vier Punkte umfassende Umweltleitlinie.

Verpflichtungen

Das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens wird im kontinuierlichen Austausch mit unseren Stakeholdern auf seine Aktualität hin überprüft.

Interesse am Wirken des Unternehmens sowie seiner Produkte im In- und Ausland äußern insbesondere Leser und Nutzer unserer Medienangebote, Anzeigen- und Druckkunden, Mitarbeiter, Anleger, Nachbarn, Besucher, Schüler, Studenten, wissenschaftliche Einrichtungen, staatliche Aufsichtsbehörden und Regulatoren, Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen und Medien.

Ziele und Vorgaben

Axel Springer ist ein in Europa führendes, multimedial integriertes Print-, Online- und Web-TV-Unternehmen. Ob gedruckt oder digital: jedes Medium gehorcht unterschiedlichen Gesetzen, doch überall kommt es auf die Qualität der Inhalte an. Neuigkeiten, Meinungen, gut erzählte Geschichten – darum geht es in Zukunft und darum ging es immer. Wir arbeiten vernetzt und medienübergreifend und verzahnen so die verschiedenen Welten.

Für Axel Springer ist es eine Frage der journalistischen Glaubwürdigkeit, sich für die Anliegen unserer Leser und Zuschauer sowie der Gesellschaft als Ganzes zu engagieren. Die verschiedenen Handlungsfelder unseres gesellschaftlichen Engagements – unserer Medien, Leser und Mitarbeiter ebenso wie des Unternehmens selber finden Sie hier.

Zuständigkeiten
Die oberste Zuständigkeit für Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung liegt beim Vorstand der Axel Springer SE.

Ressourcen
U.a. die Ausbildung von Nachwuchsredakteuren an der Axel Springer Akademie

Besondere Maßnahmen

Kontinuierliche publizistische Sensibilisierung des gesellschaftlichen Bewusstseins.

GRI 103-3 Legen Sie die Beurteilung des Managementansatzes dar, einschließlich der Verfahren für die Beurteilung der Effizienz des Managementansatzes; der Ergebnisse der Beurteilung des Managementansatzes; der Konsequenzen, die die Organisation ziehen wird.

Verfahren
Marktforschung

Ergebnisse
Bestätigung der ergriffenen Maßnahmen.

Konsequenzen

Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Stärkung journalistischer Leserfreundlichkeit und Glaubwürdigkeit.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:

Maßnahmen gegen Korruption: Die Anforderungen zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit bei Axel Springer sind in den folgenden Leitlinien niedergelegt (Auszug aus dem Code of Conduct)

  • Verlagsmitarbeiterinnen und Verlagsmitarbeiter sowie Redakteurinnen und Redakteure sind aufgefordert, klar zwischen redaktionellen Texten und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken zu trennen und die werberechtlichen Regelungen für bezahlte Veröffentlichungen einzuhalten.
  • Die Journalistinnen und Journalisten bei Axel Springer stellen gemeinsam mit den Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern sicher, dass eine Trennung von Werbung und Redaktion gewahrt wird. Werbung darf durch ihre Gestaltung – insgesamt oder durch beherrschende Komponenten, beispielsweise die Typografie – nicht den Eindruck erwecken, sie sei redaktioneller Bestandteil des Titels. Im Zweifelsfall muss die Anzeige klar und in ausreichender Größe entsprechend gekennzeichnet werden; entziehen sich inhaltlichen Einflussversuchen von Werbekunden oder anderer interessierter Seite und treffen keine Absprachen, die ihre journalistische Unabhängigkeit beeinträchtigen.
  • Redaktionelle Veröffentlichungen dürfen in keinem Fall durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Redakteurinnen und Redakteure beeinflusst werden.
  • Die Journalistinnen und Journalisten bei Axel Springer berichten grundsätzlich nicht über nahestehende Personen, insbesondere Familienangehörige, in Text und Bild, es sei denn, es liegt ein mit dem jeweiligen Vorgesetzten abgestimmter sachlicher Grund vor; nutzen ihre Berichterstattung nicht, um sich oder anderen Vorteile zu verschaffen; stimmen sich grundsätzlich mit ihrem Vorgesetzten ab, falls durch Mitgliedschaft, Bekleidung eines Amtes oder durch ein Mandat in Vereinen, Parteien, Verbänden und sonstigen Institutionen, durch Beteiligung an Unternehmen, durch gestattete Nebentätigkeit oder durch eine Beziehung zu Personen oder Institutionen der Anschein erweckt werden könnte, dass dadurch die Neutralität ihrer Berichterstattung über diese Vereine, Parteien, Verbände, Unternehmen, Personen und sonstigen Institutionen beeinträchtigt würde; beachten mit besonderer Sorgfalt die gesetzlichen Regelungen und berufsethischen Verpflichtungen der Presse zu Insider- und anderen Informationen mit potenziellen Auswirkungen auf Wertpapierkurse.
  • Um unabhängige journalistische Arbeit nicht durch persönliche Vorteilsnahme zu gefährden, ist schon der bloße Anschein zu vermeiden, die Entscheidungsfreiheit von Journalistinnen und Journalisten könne durch Gewährung von Einladungen oder Geschenken  beeinträchtigt werden.
  • Die Journalistinnen und Journalisten bei Axel Springer tragen dafür Sorge, dass alle Kosten (Reisekosten, Bewirtungen etc.), die im Zusammenhang mit Recherchen entstehen, grundsätzlich durch die Redaktion übernommen werden; Ausnahmen sind von der Chefredaktion zu genehmigen; nehmen keine Geschenke an, die den Charakter einer persönlichen Vorteilsnahme haben, oder führen diese – falls die Annahme unvermeidbar ist – karitativen Zwecken zu.

Angaben und Verweise für den Berichtszeitraum 2016 + 2017

GRI 414 Lieferantenbewertung

GRI 414-1 Prozentsatz wesentlicher Zulieferer und Auftragnehmer, die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden und ergriffene Maßnahmen. Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Kriterien in Bezug auf Auswirkungen auf die Gesellschaft überprüft wurden

Jede signifikante Investition oder Beschaffung wird u.a. im Rahmen von Due-Diligence-Prozessen unter Aspekten von Menschenrechten geprüft.

Geschäftspartner werden über den Code of Conduct des Unternehmens informiert. Seit 1995 achtet Axel Springer bei Papierlieferanten auf die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Waldnutzungsstandards bezüglich der Klausel zum Schutz indigener Völker. Als Kunde von Druckpapierherstellern in zahlreichen Ländern informiert sich das Unternehmen auch vor Ort über die sozialen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen der Forstwirtschaft sowie Zell- und Papierproduktion. Die International Social Policy ist Teil der vertraglichen Vereinbarungen mit Lieferanten und Geschäftspartnern.

GRI 415 Politik

GRI 415-1 Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern.

Die Axel Springer SE unterstützt keine politischen Parteien und leistet keine Zuwendungen dieser Art.

Kommentar im Rahmen der GRI-„Media Sector Disclosures“:

Die Axel Springer SE unterstützt keine politischen Parteien und leistet keine Zuwendungen dieser Art.

4. Produktverantwortung

Managementansatz für die Stakeholder-Anliegen: Produktverantwortung und Kundenzufriedenheit

GRI 103-1 Geben Sie an, warum der Aspekt wesentlich ist. Nennen Sie die Auswirkungen, die diesen Aspekt wesentlich werden lassen.

  • Zu den wesentlichen Voraussetzungen für den nachhaltigen Fortbestand des Unternehmens zählt die Kundenzufriedenheit.
  • Wachsende Kundenzufriedenheit wirkt sich positiv auf den Unternehmenserfolg aus.

GRI 103-2 Geben Sie an, wie die Organisation mit diesem wesentlichen Aspekt oder dessen Auswirkungen umgeht. (Richtlinien, Verpflichtungen, Ziele und Vorgaben, Zuständigkeiten, Ressourcen, Besondere Maßnahmen)

Richtlinien

Unter Produktverantwortung versteht die Axel Springer SE die Verantwortung, die das Unternehmen hinsichtlich seiner Medienprodukte wahrnimmt. Hierzu zählen in erster Linie:

  • journalistische Unabhängigkeit und Überprüfung der Fakten
  • Sorgfalt im Umgang mit Quellen
  • die Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten
  • die Verhaltensregeln der Werbewirtschaft
  • der Jugendschutz
  • der Datenschutz sowie die Sicherheit digitaler Informationssysteme
  • die Sicherung sozialer und ökologischer Standards entlang der Holz-, Zellstoff-, Papier-, Druck- und Recyclingkette sowie bei der Beschaffung von Werbemitteln
  • die Einhaltung von Recht und Gesetz.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Verpflichtungen
Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen und unternehmensinterner Richtlinien.

Ziele und Vorgaben
Die Axel Springer SE will das führende digitale Medienunternehmen weltweit werden.

Zuständigkeiten
Die oberste Zuständigkeit für Fragen der Produktverantwortung liegt beim Vorstand der Axel Springer SE.

Ressourcen
Das Monitoring liegt – neben den Chefredaktionen und Verlagsleitungen, der Rechtsabteilung, den Personalleitungen, dem Datenschutzbeauftragten, dem Einkauf und dem Referat Nachhaltigkeit – zentral im Bereich Governance, Risk & Compliance. Compliance bedeutet für Axel Springer die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen und unternehmensinterner Richtlinien.

Besondere Maßnahmen

Mitarbeiter und Führungskräfte werden im Rahmen der 2008 eingeführten Führungsgrundsätze geschult. Redakteurinnen und Redakteure werden im Zuge ihrer Ausbildung an der Axel Springer Akademie sowie durch ihre Vorgesetzten bezüglich journalistischer Qualitätssicherung geschult und sensibilisiert. Auch Schulungen zur Einhaltung von Datenschutz-Vorschriften zählen zum Weiterbildungs-Programm.

GRI 103-3 Legen Sie die Beurteilung des Managementansatzes dar, einschließlich der Verfahren für die Beurteilung der Effizienz des Managementansatzes; der Ergebnisse der Beurteilung des Managementansatzes; der Konsequenzen, die die Organisation ziehen wird.

Verfahren
u.a. Marktforschung und kontinuierlicher Austausch mit Lesern, Usern und Werbekunden;

Ergebnisse
Anregungen zur Verbesserung

Konsequenzen

Kontinuierliche Verbesserung der Kundenfreundlichkeit sowie der Sicherung von Qualitätsstandards.

Ergänzende branchenbezogene Angaben:

Verfahren zur Sicherung von Standards bei der Erstellung von Inhalten

Die Idee der Zeitung hat auch mit Haltung zu tun: Der User und Leser will wissen, wofür ein redaktionelles Angebot steht. Wo diese eigenständige Haltung nicht erkennbar ist, verliert Journalismus an Anziehungskraft. Das ist heute so wichtig wie vor hunderten von Jahren – egal ob auf Papier oder im Internet.

Das breite Medienportfolio der Axel Springer SE umfasst multimediale Markenfamilien wie z.B. in Deutschland die der BILD- und der WELT-Gruppe.

Redakteurinnen und Redakteure der Axel Springer SE sind sich der Verantwortung bewusst, die sie für die Information und Meinungsbildung haben. Unabhängigkeit ist die unverzichtbare Grundlage ihrer Arbeit. Die Leitlinien zur journalistischen Arbeit aller Redakteurinnen und Redakteure sichern die Rahmenbedingungen für unabhängigen und kritischen Journalismus bei Axel Springer.

Schutz geistigen Eigentums: Als Medienkonzern ist Axel Springer dem Schutz geistigen Eigentums Dritter besonders verpflichtet. Maßgeblich für den Schutz des geistigen Eigentums sind die geltenden Gesetze. Da diese international variieren, sind die jeweiligen lokalen Ausprägungen einzuhalten.

Umgang mit Quellen: Die Journalistinnen und Journalisten sind im Umgang mit Quellen und Recherchen zu besonderer Sorgfalt verpflichtet. Sie stehen für Meinungs- und Pressefreiheit ein und nehmen aufgrund des öffentlichen Berichterstattungsinteresses Abwägungen vor, die sich nach geltendem Recht und den anerkannten Regeln der journalistischen Sorgfalt richten.

Die Chefredakteurinnen und Chefredakteure sind für die Einhaltung der Leitlinien und ihre Implementierung im redaktionellen Tagesgeschäft verantwortlich.

Um die Einhaltung von Gesetzen, Selbstverpflichtungen und Richtlinien sicherzustellen, wurde bei Axel Springer ein konzernweites Compliance-Management eingeführt. Ein Compliance Committee überwacht u.a. die Einhaltung des Code of Conduct. Der Code of Conduct ist Teil der Compliance-Organisation und als Zusammenfassung der Verhaltensregeln von Axel Springer zu verstehen, zu dem u.a. die Leitlinien für Journalistische Unabhängigkeit gehören. (Einzelheiten lesen Sie hier.)

Der Sicherung von Standards dient der kontinuierliche Austausch mit Lesern. Dazu zählt die Bearbeitung von Leserbriefen und E-Mails, die Blattkritik sowie die Diskussion mit Leserbeiräten. (Einzelheiten lesen Sie hier.)

Online-Netiquette: Um Standards auch online zu sichern, hat z.B. die BILD.de-Community entsprechende Leitlinien festgelegt. U. a. werden keine Beiträge toleriert, die andere wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Sprache, ihrer Abstammung, ihrer religiösen Zugehörigkeit oder ihrer Weltanschauung diskriminieren oder gegen Gesetze verstoßen. Entsprechende Einträge und Userprofile werden umgehend gelöscht. Texte, Bilder und Videos dürfen nur hochgeladen werden, wenn die Urheberrechte beim Verfasser liegen! Zitate sind als solche zu kennzeichnen. Nutzer haben mit der „MELDEN“-Funktion die Möglichkeit, auf Beiträge, die nicht der Netiquette entsprechen, hinzuweisen.

Maßnahmen zur Förderung von Standards bei der Erstellung von Inhalten

Als einziges unabhängiges Medienunternehmen besitzt Axel Springer eine Unternehmensverfassung. Die darin formulierten fünf Grundsätze sind Grundlage der publizistischen Ausrichtung. Sie definieren gesellschaftspolitische Grundüberzeugungen, geben aber keine Meinung vor.

Die Förderung der Einhaltung von Standards bei der Erstellung von Inhalten ist ein kontinuierlicher Prozess. Dazu zählen – neben einer guten Journalisten-Ausbildung und der Hinzuziehung fachlicher Beratung – Maßnahmen wie die redaktionsinterne oder auch öffentliche Blattkritik und der Austausch mit Lesern und Usern. Einrichtungen wie z.B. Leserbeiräte helfen den Redaktionen, noch mehr auf die Interessen, Sorgen und Probleme der Leser einzugehen. Redaktionen erfahren noch direkter, was Lesern wichtig ist, was sie gut oder schlecht finden und welche Themen stärker aufgegriffen werden sollen.

Medienangebote – ob gedruckt oder online – müssen durch Qualität überzeugen; deshalb ist uns die exzellente Ausbildung des journalistischen Nachwuchses besonders wichtig. Die Axel Springer Akademie verfolgt einen medienübergreifenden Ansatz und gilt deshalb als Deutschlands modernste Journalistenschule, die klassischen, traditionellen Journalismus erfolgreich mit den Techniken crossmedialer Darstellung verzahnt.

Inhaltliche Einflussnahme von Werbekunden, Regierungen oder politischen Parteien engt die freie Berichterstattung ein und wird vom Leser mit Abwendung quittiert.

So ist Unabhängigkeit die erste Voraussetzung für exzellenten Journalismus. Dieser wird auch von Anzeigenkunden geschätzt. Für die Axel Springer SE gilt die strikte Trennung von Redaktion und Anzeigen. Werbeanzeigen werden gekennzeichnet.

Leser können gegen journalistische Inhalte beim Presserat, der Institution freiwilliger Selbstregulierung der Presse, sowie bei den Gerichten Beschwerde einlegen.

Der Deutsche Presserat ist eine Organisation der großen deutschen Verleger- und Journalistenverbände wie dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), dem Deutschen Journalistenverband (DJV) sowie der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju). Gegründet wurde der Presserat am 20. November 1956.

Die Geschäftsstelle des Deutschen Presserats hat seit Juni 2009 ihren Sitz in Berlin.

Maßnahmen bezüglich der Verbreitung und Zugänglichkeit von Inhalten

Zu den Maßnahmen zur Verbreitung und Zugänglichkeit von Inhalten zählen u.a. der kontinuierliche Ausbau digitaler journalistischer Angebote als Text, Audio und Bewegtbild. Hinzu kommen Maßnahmen, die den Zugang zu Wissen, das Verständnis von politischen Prozessen sowie den Aufbau von Medienkompetenz unterstützen. So hat sich die Zugänglichkeit faktengeprüfter journalistischer Inhalte kontinuierlich vervielfacht. 

Leserzufriedenheit: Mit Hilfe der Marktforschung sowie über Kanäle sozialer Medien erfahren Redaktionen auch kurzfristig das Echo der Leser und Nutzer. 

Online-Datenschutz: Die Online-Titel informieren ihre Nutzer ausführlich über wichtige Fragen wie Datenschutz-Politik, Personenbezogene Daten, Einwilligung, Nutzungsprofile, Weitergabe, Cookies / Webanalysedienst, Auskunftsrecht, und Widerspruchsrecht. (Datenschutz am Beispiel DIE WELT).

Jugendmedienschutz: Aufgabe des Jugendmedienschutzes ist es, Kinder und Jugendliche vor Einflüssen aus der Erwachsenenwelt zu bewahren, die geeignet sind, die Entwicklung junger Menschen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu beeinträchtigen oder gar zu gefährden.

Die Axel Springer SE achtet die gesetzlichen Vorgaben des Jugendmedienschutzes und beachtet darüber hinaus freiwillige Selbstverpflichtungen, beispielsweise in Deutschland diejenigen des Deutschen Werberats sowie des Deutschen Presserats.

Beschwerden im Zusammenhang mit der Verbreitung von Inhalten

Die Rechtsabteilungen des Unternehmens prüfen jede einzelne Beanstandung von redaktionellen Inhalten unserer Publikationen. Wo rechtlich geboten, werden Gegendarstellungen bzw. Berichtigungen veranlasst und die Wiederholung von Verstößen verhindert; in seltenen Einzelfällen wird auch materielle Kompensation geleistet. In Deutschland konnte durch frühzeitiges juristisches Lektorieren unserer Publikationsinhalte die Zahl der Verstöße weiter gering gehalten werden.

Leser können gegen journalistische Inhalte beim Presserat, der Institution freiwilliger Selbstregulierung der Presse, sowie bei den Gerichten Beschwerde eingelegen.

Der Deutsche Presserat ist eine Organisation der großen deutschen Verleger- und Journalistenverbände Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. (VDZ), Deutscher Journalisten-Verband (DJV) sowie Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di. Gegründet wurde der Presserat am 20. November 1956. Die Geschäftsstelle hat seit Juni 2009 ihren Sitz in Berlin.

Die Aufzählung und Chronik der vom Deutschen Presserat ausgesprochenen Rügen finden Sie hier.

Gegen werbliche Inhalte kann bei Institutionen der freiwilligen Selbstregulierung der Werbewirtschaft sowie bei den Gerichten Beschwerde eingelegt werden.

Der 1972 vom ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V.) als selbstdisziplinäres Organ gegründete deutsche Werberat arbeitet als Konfliktregler zwischen Beschwerdeführern aus der Bevölkerung und werbenden Unternehmen. Das Arbeitsgremium bilden Mitglieder der im ZAW vertretenen Gruppen.

Verfahren von Rückmeldung und Austausch mit Lesern und Nutzern

Der kontinuierliche Austausch mit Lesern und Nutzern unserer Angebote zählt zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Medienunternehmens. Diesem Zweck dienen Zahlreiche Aktivitäten.

Der Sicherung von Standards dient der kontinuierliche Austausch mit Lesern. Dazu zählt die Bearbeitung von Leserbriefen und E-Mails. Ein wichtiges Instrument des direkten Austausches mit Lesern sind die Leserbeiräte. Sie sollen helfen, noch mehr auf die Interessen, Sorgen und Probleme der Leser einzugehen. Sie sollen uns sagen, was ihnen wichtig ist, was sie gut oder schlecht finden und welche Themen stärker aufgegriffen werden sollen.

Um den Austausch mit Lesern zu fördern, hat bild.de eine „Community-Funktion“ eingerichtet. Dem Austausch mit Nutzern dient auch die sehr aktive bild.de-Community auf Facebook und Twitter.

Im Jahr 2015 hat sich die Axel Springer SE zum neunten Mal im Rahmen seiner Kundenbindungsinitiative dem Vergleich mit dem deutschen Wettbewerb gestellt.

Angaben und Verweise für den Berichtszeitraum 2016 + 2017

GRI 416 Kundengesundheit und -sicherheit

GRI 416-1 Lebenszyklusstadien, in denen die Auswirkungen von Produkten und  Dienstleistungen auf die Gesundheit und Sicherheit hinsichtlich Verbesserungen untersucht werden und Prozentsatz der Produkt- und Dienstleistungskategorien, die entsprechend untersucht werden

Axel Springer ist ein in Europa führendes, multimedial integriertes Online-, Print- und TV-Unternehmen. Alle Lebenszyklusstadien der Produkte und Dienstleistungen werden kontinuierlich bezüglich der Optimierungspotentiale in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit untersucht. 

Zu Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit Herstellung (und Gebrauch) gedruckter Medien nimmt in Deutschland die Berufsgenossenschaft der Drucker ETEM regelmäßig Stellung. ETEM hat dazu bereits zahlreiche Studien veröffentlicht (www.bgdp.de/index2.htm).

Zu Frage der gedruckten Medien hat das Referat Nachhaltigkeit der Axel Springer SE schon früh eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt und veröffentlicht: 

  • Druckfarben und Nachhaltigkeit (2006): Auf 25 Seiten werden Druckverfahren, Druckfarben und Rohstoffe allgemein sowie unter dem Nachhaltigkeitsaspekt dargestellt.
  • Ökologische Lernprozesse in der Papierkette (2000): Die Studie entstand an der Universität St. Gallen. Sie beschreibt u. a. am Beispiel der Axel Springer SE, wie Unternehmen ökologische Erkenntnisse in ihr Entscheidungssystem integrieren.
  • Bewertung ökologischer Lebensläufe von Zeitungen und Zeitschriften (1998): Die Studie untersucht Umweltaspekte der Zellstoff- und Papierherstellung anhand von Daten aus Schweden, Deutschland und Kanada. Sie entstand in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Stora Enso und Canfor.

GRI 416-2 Summe der Vorfälle, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen auf Gesundheit und Sicherheit nicht eingehalten wurden, dargestellt nach Art der Folgen

Verstöße gegen Gesundheitsstandards sind nicht bekannt.

GRI 417 Marketing und Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen

417-3 Gesamtzahl der Vorfälle, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf Werbung einschließlich Anzeigen, Verkaufsförderung und Sponsoring, nicht einhalten wurden, dargestellt nach Art der Folgen

Beim deutschen Werberat gab es im Berichtszeitraum 2016 – 2017 mit Blick auf die Axel Springer SE oder Tochterunternehmen in Deutschland lediglich zwei Beschwerden.

 1.„Check die WELT“ – Anzeige in Welt am Sonntag und Plakat (2016)
Die Werbung zeigt zwei dunkelhäutige Jungen in einem Armenviertel, die Fußball spielen. Dazu der Text: „Werden demnächst: Lesen lernen. / Von Madrid verpflichtet. / Touristen überfallen. / Auf den Strich gehen. - Check die WELT." Der Vorwurf eines Verstoßes gegen Ethik und Moral bzw. wegen menschenverachtender Werbung wurde wie folgt abgelehnt: „Vom werbenden Unternehmen werden eventuelle Perspektiven der Kinder auf der Plakatwerbung genannt, mit zwei positiven Entwicklungsausblicken, aber auch zwei negativen. (…) Sicherlich sind die genannten Perspektiven zugespitzt, da es sich aber um die eventuelle redaktionelle Berichterstattung handelt, die aufgezeigt wird – je nachdem was aus den Kindern einmal wird und ob sie positiv oder negativ „für Schlagzeilen“ sorgen könnten, stufen wir diese Form der Werbung als adäquat ein. Da auch konkret kein Verstoß gegen die Verhaltensregeln des Werberats feststellbar ist, wird der Werberat daher nicht beanstanden.“  

2. „Bescheid wissen statt nachplappern. Das bringt nur BILD“ – Kinowerbung für die BILD (2017)
Der in diesem Fall kritisierte Spot zeigt Entstehung und Lauf einer Falschnachricht in einer „Papageien-Welt“ auf. Kritisiert wurde hier vor allem die Wahl der Falschnachricht „Kölner Dom soll Moschee werden!“, die exemplarisch durch „Nachplappern“ eine Protestwelle in der Papageiengesellschaft auslöst. Die Werbung berge die Gefahr, falsch verstanden zu werden und so Fremdenfeindlichkeit zu schüren. Die Beschwerde wurde mit folgender Begründung zurückgewiesen: „Nach sorgfältiger Begutachtung der von Ihnen kritisierten Werbung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass kein Verstoß gegen die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats vorliegt. Der Spot richtet sich aus unserer Sicht gerade gegen Fremdenfeindlichkeit. Er zeigt, dass es Menschen gibt, die wie Papageien unüberlegt Falschmeldungen verbreiten, ohne dabei die Quelle der Meldung zu überprüfen. (…)  Die BILD-Zeitung möchte durch den Spot die Bedeutung der journalistischen Sorgfaltspflicht und der damit einhergehenden Überprüfung von Informationsquellen hervorheben. Dass es sich bei der Meldung „Kölner Dom wird Moschee“ um eine abwegige Behauptung handelt, dürfte aus unserer Sicht jedem Betrachter klar sein. Zumindest wird dies jedoch am Ende des Spots aufgelöst.“  

 

Kommentar im Rahmen der GRI-„Media Sector Disclosures“:
Werbung, die zur Verkaufsförderung der Verlagsangebote der Axel Springer SE geschaltet wird, orientiert sich an den Grundsätzen und freiwilligen Verhaltensregeln des Deutschen Werberats und unterwirft sich dessen Urteilen im Fall von Beschwerden aus der Bevölkerung.

GRI 418 Schutz der Kundendaten

GRI 418-1 Gesamtzahl berechtigter Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes der Kundendaten und deren Verlust.

Die ab dem 25. Mai 2018 geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) soll das Datenschutzrecht innerhalb der Europäischen Union harmonisieren und vereinfachen. Um die neuen Regelungen befolgen zu können und die erheblich verschärften Bußgelder der DSGVO zu vermeiden, werden Mitarbeiter der Axel Springer SE mit Blick auf die ausgeweiteten Anforderungen des Datenschutz-Managements intensiv und kontinuierlich informiert und beraten.

Auf Grundlage der bisher geltenden nationalen Datenschutzbestimmungen hat sich seit 2007 die Anzahl der Anfragen von Datenschutz-Aufsichtsbehörden und Kunden jedes Jahr erhöht. Mit einer weiter steigenden Zahl von externen Anfragen ist zu rechnen. Bei diesen Anfragen handelte es sich in erster Linie um Auskunftsersuchen und Werbewidersprüche. Den Wünschen der Anfragenden wurde jeweils nachgekommen.

Neben den externen Anfragen gab es auch eine stark steigende Anzahl von internen Anfragen und Projekten. Darin spiegelt sich die steigende Bedeutung des betrieblichen Datenschutzes in allen internen Abläufen und Prozessen. Dem wird durch verstärkte Beratung und Schulungen Rechnung getragen, so dass das Verständnis und die Sensibilität für die Belange des Datenschutzes kontinuierlich zunehmen.

GRI 419 Einhaltung von Gesetzesvorschriften

GRI 419-1 Höhe wesentlicher Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Gesetzesvorschriften in Bezug auf die Zurverfügungstellung und Verwendung von Produkten und Dienstleistungen.

Bußgelder aufgrund von Verstößen dieser Art sind nicht vorgekommen.
Bezüglich der redaktionellen Inhalte unserer Publikationen prüfen die Rechtsabteilungen des Unternehmens jede einzelne Beanstandung. Wo rechtlich geboten, werden Gegendarstellungen bzw. Berichtigungen veranlasst und die Wiederholung von Verstößen verhindert; in seltenen Einzelfällen wird auch materielle Kompensation geleistet.

In Deutschland konnte durch frühzeitiges juristisches Lektorieren unserer Publikationsinhalte die Zahl der Verstöße weiter gering gehalten werden.