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Themenspezifische Angaben Ökologie

 
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatliche Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.
Die Global Reporting Initiative (GRI) versteht sich als ein kontinuierlicher internationaler Dialog, der bei der Festlegung von Leistungs-Indikatoren weltweit unterschiedliche Anspruchsgruppen einbezieht. Dazu zählen u.a. Unternehmen, Universitäten, staatliche Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Arbeit, Soziales, Menschenrechte und Umwelt.

Ökologische Indikatoren

Nachfolgende Indikatoren entsprechen den themenspezifischen Angaben Ökologie der „Global Reporting Initiative“ (GRI) zur international einheitlichen Strukturierung von Nachhaltigkeitsberichten.

1. Managementansatz das Stakeholder-Anliegen:
Hohe ökologische Standards der Axel Springer SE

GRI 103-1 Geben Sie an, warum der Aspekt wesentlich ist. Nennen Sie die Auswirkungen, die diesen Aspekt wesentlich werden lassen.

  • Nachhaltiges Wachstum und nachhaltige Wertsteigerung entstehen im Dreiklang aus sozialer, ökologischer und ökonomischer Verantwortung. 
  • Wer sich kritischem Journalismus verpflichtet, muss bezüglich dieser Standards selbst einer genauen Überprüfung standhalten. 

    GRI 103-2 Geben Sie an, wie die Organisation mit diesem wesentlichen Aspekt oder dessen Auswirkungen umgeht. (Richtlinien, Verpflichtungen, Ziele und Vorgaben, Zuständigkeiten, Ressourcen, Besondere Maßnahmen)

    Richtlinien
    Firmenrichtlinien – Organisationsweite Richtlinie, in der definiert wird, wie sich die Organisation insgesamt den ökologischen Aspekten verpflichtet hat.

    Mit seinem ersten Umweltbericht veröffentlichte die Axel Springer SE 1994 eine vier Punkte umfassende Umweltleitlinie. Sie dient auch heute als praktische Orientierung für die dem Umweltschutz dienenden Maßnahmen des Unternehmens.

    Schärfung des Umweltbewusstseins bei Lesern, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.

    Förderung schonender Rohstoffgewinnung durch Einflussnahme bei Lieferanten.
    Einsatz öko-effizienter Technologien und Stoffe in allen Unternehmensbereichen zur Umweltschonung, Sparsamkeit und Wiederverwendbarkeit.

    Vermeidung bzw. Verringerung der Umweltbelastung durch Reduktion von Energie- und Wasserbedarf, Emission und Abfall je produzierter Einheit.

    Verpflichtungen
    Monitoring
    Compliance bedeutet für Axel Springer die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen und unternehmensinterner Richtlinien. Dafür wird auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Bewusstsein geschärft. Verstöße gegen Richtlinien und Regelungen können der Umwelt schaden, das Ansehen des Unternehmens beeinträchtigen und wirtschaftlichen Schaden verursachen.

    Vor diesem Hintergrund werden geeignete Strukturen und Prozesse etabliert, die ein rechts- und regelkonformes Verhalten aller Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter sicherstellen sollen. Der Code of Conduct der Axel Springer SE gibt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine verlässliche Orientierung. Der Bereich Compliance wacht über die Einhaltung.

    Ziele und Vorgaben
    Ziele in Bezug auf die Leistung, die für die ökologischen Aspekte relevant sind.
    Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Effizienz bei der Nutzung von Ressourcen. Das betrifft in erster Linie die digitale Infrastruktur sowie den Betrieb von Druckereien, den Zeitungsvertrieb, die Beschaffung von Druckpapier, die Büroabläufe, den Einsatz von Wasser und Energie sowie die Verursachung von Abfall und Emissionen.

    Zuständigkeiten
    Das Referat Nachhaltigkeit ist eine Konzern-Stabsstelle im Bereich des Vorstandsvorsitzenden. Das Referat Nachhaltigkeit unterstützt und berät konzernweit alle relevanten Bereiche des Unternehmens bezüglich der ökologischen Optimierung der Prozesse und koordiniert entsprechende Pilotprojekte. In den Druckereien sowie an den Verlagsbüro-Standorten sorgen Umwelt- und Sicherheitsingenieure für die operative Umsetzung und Gewährleistung ökologischer Standards. Auch in den zur Axel Springer SE gehörenden Unternehmen gibt es Ansprechpartner für Fragen des Nachhaltigkeitsmanagements.

    Ressourcen
    Konzernreferat Nachhaltigkeit, interne und externe Experten zur Bearbeitung der GRI-Indikatoren, Energieaudit, etc.

    Besondere Maßnahmen
    Schulungen und bewusstseinsbildende Maßnahmen

    Fragen der ökologischen Optimierung sind in Weiterbildungsprogramme integriert sowie Teil der Einführungsseminare für Auszubildende. Zugleich werden Themen der Nachhaltigkeit in den Medien der internen Kommunikation behandelt.

    GRI 103-3 Legen Sie die Beurteilung des Managementansatzes dar, einschließlich der Verfahren für die Beurteilung der Effizienz des Managementansatzes; der Ergebnisse der Beurteilung des Managementansatzes; der Konsequenzen, die die Organisation ziehen wird.

    Kontinuierliches Nachhaltigkeits-Reporting nach GRI mit externer Prüfung für bestimmte Angaben.

    Ergänzende branchenbezogene Angaben:

    Der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Axel Springer SE steht in regelmäßigem Austausch mit den Umwelt- und Sicherheitsbeauftragten der Standorte. Das Unternehmen veröffentlicht alle zwei Jahre einen nach GRI-Standards extern geprüften Nachhaltigkeitsbericht.

    Die Transparenz in der Papierkette wird durch Veröffentlichung der Lieferanten von Druckpapier dokumentiert. Die Verträge mit Lieferanten enthalten nachhaltigkeitsbezogene Klauseln wie die „Waldnutzungs-Standards“, die vom Unternehmen auch vor Ort überprüft werden. 

    Die Effizienz im Einsatz von Druckpapier wird durch Maßnahmen zur Verringerung der Druckmakulatur optimiert. Remissionen (= unverkaufte Exemplare von Zeitungen und Zeitschriften) werden durch kontinuierliche verfeinerte Aussteuerung der an die jeweiligen Verkaufsstellen gelieferten Exemplare reduziert.

    Zeitungen und Zeitschriften werden von den Lesern über die kommunalen Sammelstellen für Altpapier dem Recycling zugeführt. Die Sammelquote liegt in Deutschland bei rund 80 Prozent.

    2. Angaben und Verweise für den Berichtszeitraum 2016 + 2017

    GRI 301 Materialien

    GRI 301-1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen

    Im Zuge der digitalen Transformation des Gesamtunternehmens ist die Relevanz / Materialität der in den deutschen Druckereien der Axel Springer SE eingesetzten Materialien nicht mehr gegeben. Dafür ist die Bilanzierung der im Gesamtunternehmen sowie bei externen Servern für das Unternehmen eingesetzten elektrischen Energie bzw. der sich daraus ergebenden CO2-Emission stärker in den Fokus der Materialität gerückt.

    GRI 301-2 Anteil von Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz

    Im Jahre 2017 enthielten rund 80 Prozent (2015: 77 Prozent) der für die Titel des Unternehmens eingesetzten Zeitungs- und Zeitschriftenpapiere Altpapier. Weitere Einzelheiten erfahren Sie hier.

    GRI 302 Energie

    GRI 302-1 Energie-Einsatz innerhalb der Organisation

    Erfassung der weltweit vom Unternehmen eingesetzten Menge Erdgas, Fernwärme und Elektrizität.
    Energiearten 2015 2016 2017
    Elektrischer Strom 89.377 MWh
    (321.759 GJ)
    106.467 MWh
    (383.281 GJ)
    99.757 MWh
    (359.125 GJ)
    Fernwärme 31.394 MWh
    (113.018 GJ)
    nicht erhoben nicht erhoben
    Erdgas 16.662 MWh
    (59.984 GJ)
    nicht erhoben nicht erhoben
    Summe 137.433 MWh
    (494.760 GJ)
    106.467 MWh
    (383.281 GJ)
    99.757 MWh
    (359.125 GJ)

    Umrechnungsfaktor GJoule vs. kWh = 1/277,78
    Umrechnungsfaktor Erdgas m3 (L- und H-Gas Gemisch): 1 m3 = 11 kWh

    Hinweise zum Energie-Einsatz des Gesamtunternehmens

    Digitalisierung und Internationalisierung des Unternehmens machen die Datenerhebung der Gesamtgruppe zu einem herausfordernden Prozess. Aufgrund einer ständig wachsenden Zahl konsolidierter Tochtergesellschaften wurde im Bereich Konzerncontrolling nun ein neuartiger Reportingprozess etabliert, über den die Energiedaten der einzelnen vollkonsolidierten Unternehmen konzernweit abgefragt werden. Insgesamt ist man hierbei auf einem guten Weg, sodass es in Kürze möglich sein wird, alle relevanten Energiedaten international auf Knopfdruck abzufragen.

    Im Gegensatz zur letzten Ausgabe des Nachhaltigkeitsberichtes wird dieses Mal auf die Erhebung der Fernwärmeverbräuche und der Erdgasverbräuche für Heizzwecke aufgrund von stärker werdenden Irrelevanz gegenüber dem Energieträger Strom verzichtet.

    Die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsmodelle sorgt zunehmend dazu, dass nicht mehr nur eigene Serverkapazitäten zum Einsatz kommen, sondern mehr und mehr die Dienstleistungen in externen Rechenzentren installiert sind und ausgeführt werden. Der eigene Energieverbrauch wird in diesem Sinne, inklusive der darauf entfallenden CO2-Emissionen, exportiert. Um diesem Paradigmenwechsel Rechnung zu tragen, werden im Rahmen eines Pilotprojektes erstmals Stromverbräuche ausgewählter externer Rechenzentren bilanziert. Unser Ziel ist es zukünftig alle wichtigen Cloud-Diensteanbieter in den Reportingsprozess einzubinden.

    Die Erfassung der vom Unternehmen inklusive der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften eingesetzten Menge Elektrizität ergibt für das Jahr 2017 insgesamt 71.846 MWh (2016 = 74.671 MWh).

    Externe Plausibilisierung

    Die Europäische Energiedirektive und ihre Umsetzungen in nationale Gesetze verpflichtet beispielsweise Großunternehmen in Deutschland dazu mindestens alle vier Jahre ein normgerechtes Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen zu lassen. Im Jahr 2019 steht diese Form der externen Begutachtung erneut an.

    Zusätzlich betreiben zwei der drei deutschen Offsetdruck-Standorte ein extern zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001. Dies verpflichtet die Standorte, ein eigenes Energieteam vorzuhalten, den eigenen Energieverbrauch kontinuierlich zu analysieren und zu hinterfragen und Maßnahmen umzusetzen, die die energetische Effizienz weiter steigern. Der Erfolg dieser Bemühungen wird jährlich in internen und externen Audits überprüft und verifiziert.

    GRI 302-3 Energieintensität

    Digitalisierung und Internationalisierung des Unternehmens schmälerten in den vergangenen Jahren die Repräsentativität der für das Gesamtunternehmen angegebenen Energie-Daten. Hintergrund sind Schwierigkeiten bei der Ermittlung der von einem Großunternehmen inklusive der konsolidierten Unternehmensteile insgesamt eingesetzten Energiemengen. Für die Berichtsjahre 2014 und 2015 war erstmals eine beinahe vollständige Erfassung des Energieeinsatzes von seinerzeit rund 180 zumeist digitalen Tochterunternehmen weltweit durch das Konzernrechnungswesen möglich. So konnte die sich daraus für das Unternehmen ergebenden CO2-Emission weitgehend dokumentiert werden. 

    Für die Erhebung der Energie-Daten des Gesamtunternehmens mit rund 200 Tochtergesellschaften hat das Konzerncontrolling für die Berichtsjahre 2016 und 2017 ein schlankeres Verfahren entwickelt. Daraus sollen für die Betrachtung eines digitalen Medienunternehmens geeignete Kennzahlen gebildet werden. 

    GRI 302-4 Verringerung des Energie-Einsatzes

    Digitalisierung und Internationalisierung des Unternehmens machen die Datenerhebung der Gesamtgruppe zu einem herausfordernden Prozess. Mit Blick auf eine wachsenden Zahl konsolidierter Tochtergesellschaften wurde im  Konzerncontrolling ein neuer Reportingprozess etabliert, über den die Energiedaten der einzelnen Unternehmen konzernweit abgefragt werden. 

    Die Erfassung der vom Unternehmen inklusive der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften eingesetzten Menge Elektrizität ergibt für das Jahr 2017 insgesamt 71.846 MWh (2016 = 74.671 MWh).

    GRI 302-5 Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen

    Mit ihren zahlreichen Titeln bietet die Axel Springer SE redaktionelle Inhalte sowohl digital als auch gedruckt an. Vor diesem Hintergrund ist dieser Indikator nur bedingt relevant, zumal das Lesen redaktioneller Inhalte – ob digital oder auf Papier – für sich genommen keine Energie verbraucht. Die Entscheidung, ob redaktionelle Inhalte digital oder gedruckt aufgenommen werden, liegt beim Nutzer. Die Redaktionen informieren Nutzer und Leser regelmäßig über Alternativen und Innovationen im Bereich energiesparender digitaler Lesegeräte.

    GRI 305 Emissionen

    Anmerkungen zu den Emissionsangaben

    Für die Darstellung der vom Gesamtunternehmen weltweit verursachten CO2-Emissionen werden für die spezifischen Energiearten CO2-Emissionsfaktoren herangezogen. Die Ermittlung der Treibhausgasemissionen für erfasste Ressourcennutzung erfolgt hierbei in Tonnen CO2-Äquivalente (CO2e). Mit Blick auf eine bessere Lesbarkeit, wird in diesem Text allein die Schreibweise CO2 verwendet.

    Für die Übersetzung der verschiedenen Energie-Ressourcen in dabei verursachte CO2-Emissionen haben das World Resources Institute (WRI, Washington DC) und der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD, Genf) das Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protocol = Treibhausgas-Protokoll) entwickelt. Es wird weltweit von Unternehmen und Institutionen genutzt. Verschiedene Institutionen veröffentlichen dazu in Abständen aktualisierte Umrechnungstabellen für die meisten Länder dieser Erde. 

    Für den vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht wurden die von der International Energy Agency IEA in Paris veröffentlichten länderspezifischen CO2-Faktoren (Emissions Factors 2017) zugrunde gelegt.

    Die folgende Tabelle fasst die energiebezogenen CO2-Emissionen des Unternehmens insgesamt zusammen. Dabei wird unterschieden nach

    a) den CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Primärenergie wie z.B. Erdgas in eigenen Anlagen = Scope-1
    b) den indirekten CO2-Emissionen aus dem Bezug der Nutz-Energien wie z.B. Strom und Fernwärme = Scope-2
    c) den indirekten CO2-Emissionen, die der Infrastruktur der Energie-Lieferketten wie z.B für Erdgas, für elektrischen Strom und für Fernwärme zugerechnet werden = Scope-3. 

    CO2-Emmissionen aus der Verfeuerung von Erdgas (Scope-1) wurden für 2016 und 2017 nicht mehr erhoben.
    Scope-1 2016 2017
    Summe nicht erhoben nicht erhoben
    CO2-Emissionen aus eingekaufter Elektrizität (Scope-2) für 2016 und 2017
    Scope-2 2016 2017
    Summe 53.113 t CO2
    49.620 t CO2
    CO2-Emmissionen aus Dienstleistungen und Infrastruktur-Nutzung (Scope-3) für 2016 und 2017
    Scope-3 2016 2017
    Summe 2.233 t CO2 2.141 t CO2

    Die Einteilung in Scope 1, 2 und 3: Bei der Betrachtung der im Rahmen unternehmerischer Tätigkeit entstehenden CO2-Emissionen wird nach drei Gesichtspunkten unterschieden: Die direkten Emissionen aus eigenen Anlagen, sogenannte Scope-1-Emissionen, die indirekten Emissionen aus dem Bezug von Nutz-Energie, die sogenannten Scope-2-Emissionen, und die indirekten Emissionen über den CO2-Ausstoß in der Lieferkette und durch bezogene Dienstleistungen, die sogenannten Scope-3-Emissionen.  

    Die folgenden Tabellen zeigen die CO2-Emissionen, die vom Unternehmen direkt durch Verfeuerung von Erdgas in eigenen Anlagen (Scope-1) sowie indirekt durch eingekaufte Fernwärme (Scope-2) und Elektrizität (Scope-2) in den Ländern verursacht wurden, in denen konsolidierte Unternehmensteile aktiv sind. Wegen der besonderen Relevanz werden Scope-3-Emissionen am Beispiel der Ressourcen-Nutzung in Deutschland dargestellt. 

    GRI 305-1 Direkte Emissionen von Treibhausgasen (Scope-1)

    Für die Jahre 2016/2017 wurden keine Erdgasverbrauchszahlen erfasst. Deshalb lassen sich keine Emissionen berechnen.

    Hinweise zum Energie-Einsatz des Gesamtunternehmens finden Sie hier.

    GRI 305-2 Indirekte energiebezogene Emissionen von Treibhausgasen (Scope-2+3)

    CO2-Emmissionen aus dem Bezug von Strom nach Standorten (Scope-2+3) für 2016 und 2017
    Abgefragte Unternehmen in folgenden Ländern 2016 2017
    Deutschland 24.704 t CO2
    (54.886 MWh)
    23.204 t CO2
    (52.015 MWh)
    Polen 8.858 t CO2
    (12.131 MWh)
    9.008 t CO2
    (12.448 MWh)
    Serbien 2.056 t CO2
    (2.715 MWh)
    2.136 t CO2
    (2.822 MWh)
    USA 547 t CO2
    (1.200 MWh)
    481 t CO21
    (1.111 MWh)

    Ungarn 536 t CO2
    (1.955 MWh)
    457 t CO2
    (1.718 MWh)
    UK 318 t CO2
    (911 MWh)
    254 t CO2
    (914 MWh)
    Frankreich 17 t CO2
    (365 MWh)
    17 t CO2
    (307 MWh)
    Irland 13 t CO2
    (30 MWh)
    16 t CO2
    (38 MWh)
    Spanien 18 t CO2
    (63 MWh)
    15 t CO2
    (60 MWh)
    Belgien 40 t CO2
    (176 MWh)
    36 t CO2
    (213 MWh)

    Israel 144 t CO2
    (238 MWh)
    113 t CO2
    (201 MWh)
         
    Summe 37.251 t CO2
    (74.671 MWh)
    35.737 t CO2
    (71.846 MWh)
         
    Hochrechnung der nicht direkt abgefragten Unternehmen 16.529 t CO2
    (31.796 MWh)
    14.482 t CO2
    (27.911 MWh)
    Gesamt 55.345 t CO2
    (106.467 MWh)
    51.761 t CO2
    (99.757 MWh)

    GRI 305-3 Weitere Indirekte Emissionen von Treibhausgasen (Scope-3)

    Scope-3 = CO2-Emissionen, die durch den Bezug von Dienstleistungen, bzw. durch die Bereitstellung der Infrastruktur für den Bezug von Nutz-Energie indirekt verursacht werden. 

    Beispiel Deutschland

    Im Jahr 2017 entfielen 72 Prozent (2016: 74 Prozent) der vom Unternehmen eingesetzten Mengen Strom auf Unternehmensteile in Deutschland. Das entspricht 64 Prozent (2016: 66 Prozent) der im Unternehmen aus diesen Energiearten generierten CO2-Emissionen. Vor diesem Hintergrund soll hier auf Grundlage verfügbarer Daten für in Deutschland aktive Unternehmensteile eine differenziertere Betrachtung der Scope-3 CO2-Emissionen erfolgen. Neben den in der Lieferkette für Strom verursachten CO2-Emissionen werden hier für Deutschland auch Emissionen für extern zugekaufte Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen.

    Presseauslieferungslogistik (Scope-3)
    Produkttransport (aus dt. Druckereien zum Kunden)
    2016 2017
    Summe in Tonnen 13.121 t CO2 12.515 t CO2

    Anmerkungen zur Presseauslieferungslogistik:

    • Die Daten beziehen sich auf den Presseauslieferungs-Transport von den Druckereien zu den Handelspartnern (Grossisten und Bahnhofsbuchhandlungen) sowie Zustellorganisationen und Sonderverkaufsstellen;
    • Erhoben wurde das Gewicht der logistisch betreuten Auflagen. Hochrechnung erfolgten auf Grundlage einer jährlichen Stichwoche. Daraus wurden die CO2-Emissionen geschätzt;
    • Berücksichtigt wurde die gesamte Druckauflage, die in eigenen sowie externen Druckereien im Inland produziert wurden;
    • Die Daten beziehen sich auf alle in Deutschland von der Axel Springer SE herausgegebenen Zeitungstitel (sowie auf die für die Funke Medien-Gruppe logistisch betreuten Titel „Hamburger Abendblatt“ und „Berliner Morgenpost“).
    CO2-Emissionen aus Dienstleistungen und Infrastruktur-Nutzung (Scope-3)
    Scope-3-Quellen für Ressourcen-Nutzung in Deutschland 2014 2015 2016 2017
    Flugreisen 4.742 t CO2 3.913 t CO2 5.875 t CO2 6.456 t CO2
    Bahn-Nahverkehr 85 t CO2 65 t CO2 51 t CO2 55 t CO2
    Carsharing, Mietwagen 570 t CO2 604 t CO2 561 t CO2 588 t CO2
    Anlieferung von Druckpapier-Rollen 11.868 t CO2 8.620 t CO2 6.728 t CO2 6.767 t CO2
    Presseauslieferung 18.103 t CO2 16.823 t CO2 13.121 t CO2 12.515 t CO2
    Emission der Stromanlieferungs-Infrastruktur 6.491 t CO2 6.396 t CO2 735 t CO2 697 t CO2
    Emission der Fernwärmeanlieferungs-Infrastruktur 46 t CO2 41 t CO2 - -
    Emission der Erdgasanlieferungs-Infrastruktur 331 t CO2 292 t CO2 - -
    Summe in Tonnen 42.236 t CO2 36.755 t CO2 30.773 t CO2 31.387 t CO2

    GRI 305-5 Initiativen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen

    Eine Reihe von Maßnahmen haben zum Ziel, die Ressourcen-Effizienz bezüglich der Emission von Treibhausgasen zu verbessern. Dazu zählen unter anderem:

    • Maßnahmen zur vollständigeren Dokumentation der im Gesamtunternehmen eingesetzten Energie
    • Durchführung des Europäischen Energie-Audits an relevanten Standorten
    • Sensibilisierung der Mitarbeiter an den Verlagsbüro-Standorten bezüglich eines energieeffizienten Verhaltens (Reduzierung von Stand-By-Verbräuchen etc.)
    • Einsatz Energieeffizienter Computer, Drucker und Kopierer
    • Energieeffizientere Lüftungsanlagen zur Kühlung bzw. Heizung in den Druckereien
    • Optimiertes Energiemanagement durch zeitweise Abschaltung der Anlagen in den Druckereien
    • Steuerung der Beleuchtung durch Bewegungsmelder an den Verlagsbüro-Standorten
    • Probeweise Nutzung von Fahrzeugen mit alternativer Antriebstechnik und -energie

    Ergänzende branchenbezogene Angaben:
    Im Bereich der digitalen Medien-Angebote steht die schrittweise Optimierung der Energie- und CO2-Effizienz der Server- und Rechenzentren im Vordergrund. Dazu hat sich die Axel Springer SE schon im Jahr 2013 zusammen mit dem Umweltbundesamt und der Technischen Universität Berlin an Pilotprojekten der Initiative „Green IT Berlin-Brandenburg“ teilgenommen.

    GRI 305-6  Emission ozonschädigender Gase

    In den Produktionsprozessen des Unternehmens entstehen keine signifikanten Emissionen von Substanzen, die zum Abbau der Ozonschicht beitragen könnten.

    GRI 306 Abwasser und Abfall

    GRI 306-2 Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode

    Für die Jahre 2013 bis 2015 ergibt sich für die Druckereien in Deutschland folgendes Bild:

    Angaben in Tonnen (t) 2015 2016 2017
    Nicht gefährlicher
    Abfall zu Verwertung
    12.259 12.022 11.665
    Nicht gefährlicher
    Abfall zu Beseitigung
    325 331 311
    Gefährlicher Abfall
    zu Verwertung
    489 450 421
    Gefährlicher Abfall
    zu Beseitigung
    51 49 44
    Summe Reststoffe 13.124 12.852 12.441

    Ergänzende branchenbezogene Angaben:

    Die Entsorgung von Druckfarbenresten, von Kunststoff-Abfällen, Batterien und elektrischen Geräten usw.  unterliegen detaillierten nationalen und europäischen Vorschriften, deren Einhaltung überprüft wird. Druck-Makulatur aus den Druckereien des Unternehmens wird über lizensierte Altpapierhändler dem Recyclingkreislauf zugeführt.

    GRI 308 Bewertung der Lieferanten hinsichtlich ökologischer Aspekte

    GRI 308-1 Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von ökologischen Kriterien überprüft wurden

    Zentraleinkauf: Die Überprüfung unserer relevanten Lieferanten findet grundsätzlich permanent statt. In der Regel mittels der Vorlage relevanter Zertifikate und Audits, Einblick in extern geprüfte Nachhaltigkeitsberichte, Austausch von Papierprofilen, Altpapiereinsatzquoten, Besuchen vor Ort sowie persönlichem Gesprächen.