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Governance, Risk & Compliance

 
Beim Compliance-Meldeverfahren können Hinweise anonym abgegeben werden. Der Erklärfilm zeigt, wie es geht. (Video: Axel Springer Compliance)

Compliance bedeutet für Axel Springer die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen und unternehmensinterner Richtlinien.

Wir möchten bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Bewusstsein schaffen, dass Verstöße gegen vorgenannte Regelungen das Ansehen des Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen und wirtschaftlichen Schaden verursachen können.

Vor dem Hintergrund dieser immer mehr an Bedeutung gewinnenden schwerwiegenden Konsequenzen werden geeignete Strukturen und Prozesse etabliert, die ein rechts- und regelkonformes Verhalten aller Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter sicherstellen sollen. Nur beispielhaft sei in diesem Zusammenhang der Code of Conduct als Teil der Axel Springer Compliance Organisation genannt, der den Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern eine verlässliche Orientierung für loyales Handeln in einem immer komplexeren Regelungsumfeld bietet, also Transparenz schafft.

Darüber hinaus befasst sich das Compliance Management insbesondere mit folgenden Aufgaben:

  • Präventive Beratung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinsichtlich Compliance relevanter Sachverhalte, denn Compliance bzw. Compliance Management bietet viele Gestaltungsspielräume, wenn man die Anforderungen kennt.
  • Erkennen, Managen und Überwachen von Compliance-Risiken Vorbeugung (Anti-Fraud Management, Management von Regeln & regulatorischen Anforderungen etc.)  und Aufdeckung von Compliance Verstößen sowie deren Nachverfolgung durch definierte Maßnahmen (Vorfalls Management)
  • Durchführung von Schulungen hinsichtlich Compliance relevanter Themenstellungen

Durch ein wirksames Compliance Management sollen wirtschaftlich schädigende Handlungen vermieden, zivil- und strafrechtliche Konsequenzen verhindert sowie finanzielle Schäden und Reputationsschäden abgewehrt werden.

Gute Corporate Governance ist für Axel Springer zentraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle, die sich an einer langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes ausrichtet. Sie fördert das Vertrauen unserer nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung des Unternehmens und ist eine wesentliche Grundlage für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. 

Richtlinienmanagement

Ein weiteres Instrument des Compliance Management bei der Axel Springer SE ist das eingeführte Richtlinienmanagementsystem. Richtlinien und internen Regelungen der Axel Springer SE geben den Ordnungsrahmen für ein im Geschäftsalltag regel- und gesetzeskonform Handeln vor.

Das Richtlinienmanagement befasst sich mit der Bereitstellung, Aktualisierung und unternehmensweiten Verteilung von Richtlinien sowie Leitlinien, wie zum Beispiel dem Code of Conduct. So wird einmal im Jahr für alle Richtlinien und Leitlinien systematisch der Aktualisierungsbedarf ermittelt und die Richtlinien entsprechend angepasst. Sollte sich aufgrund von Prozess- oder Gesetzesänderungen ein wesentlicher Anpassungsbedarf ergeben, werden diese Richtlinien entsprechend überarbeitet, bereitgestellt oder verteilt. Dabei liegt die inhaltliche Verantwortung der Richtlinien bei den Verantwortlichen der verschiedenen Unternehmensbereichen und Unternehmen der Axel Springer SE.

Zusätzlich unterstützt Governance, Risk & Compliance die Führungskräfte der Axel Springer SE bei der Ermittlung eines möglichen Richtlinienbedarfs und berät diese bei Erstellung.

Code of Conduct

In Zusammenarbeit mit den verschiedenen Bereichen unseres Hauses ist unser „Code of Conduct“ entstanden, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Axel Springer SE eine Orientierung und Hilfe im täglichen Handeln ist. Er fasst die bestehenden Unternehmensgrundsätze, Werte sowie Richtlinien und Leitlinien zusammen. Der Code of Conduct enthält ethische, moralische und rechtliche Anforderungen an jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter. Im Besonderen verpflichtet fühlen wir uns der Meinungs- und Pressefreiheit, die konstitutive Voraussetzung für Freiheit und Demokratie ist.

Die zentralen Themen des Code of Conduct sind:

  • Pressefreiheit
  • Journalistische Unabhängigkeit und Redaktionen
  • Gesellschaftliche Verantwortung
  • Verhalten im Unternehmen
  • Verhalten im Geschäftsverkehr
  • Vertraulichkeit und Kommunikation

Der Verhaltenskodex soll bei der Beantwortung von Fragen helfen, wie zum Beispiel: Darf ich Geschenke von einem Geschäftspartner annehmen? Wie reagiere ich, wenn ein Kollege schlecht behandelt wird? Wie verhalte ich mich bei Einflussnahme Dritter auf redaktionelle Veröffentlichungen?
Wer gegen den Code of Conduct verstößt, handelt illoyal. Er schadet dem Ansehen des Unternehmens und kann gravierenden wirtschaftlichen Schaden verursachen. Daher sind alle in Ihrem Arbeitsumfeld aufgefordert, auf die Einhaltung des Code of Conduct zu achten und Verstöße offen anzusprechen.

Den Code of Conduct der Axel Springer SE finden Sie als pdf in der Menüleiste rechts.

Risikomanagementsystem

Die risikopolitischen Grundsätze und die Risikostrategie der Axel Springer SE sind eng mit der Unternehmensstrategie verbunden. Dabei steht nicht die strikte Vermeidung von Risiken im Vordergrund, sondern das bewusste Abwägen von Chancen und Risiken im Rahmen des unternehmerischen Handels.
Vor diesem Hintergrund sollen Chancen konsequent genutzt und Risiken nur dann eingegangen werden, wenn sich diese in einem für das Unternehmen akzeptablen und angemessenen Rahmen bewegen und sich dadurch zusätzliche Ertragschancen bzw. zusätzliche Chancen zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes ergeben. Risiken sind demnach durch geeignete Maßnahmen auf ein vertretbares Maß zu minimieren, falls wirtschaftlich sinnvoll, auf Dritte teilweise oder vollständig zu übertragen oder sofern eine Risikobegrenzung nicht sinnvoll erscheint, zu vermeiden bzw. zu beobachten. Dabei ist jeder Mitarbeiter im Rahmen seines Aufgabenbereiches zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken aufgefordert.
Das bei Axel Springer implementierte Risikomanagementsystem ist zentrales Element zur pragmatischen und effizienten Umsetzung gesetzlicher und betrieblicher Anforderungen zu verstehen.
Das Risikomanagementsystem von Axel Springer befasst sich u.a. mit folgenden Aufgaben:

  • Risikoidentifikation, -analyse, -bewertung und -dokumentation
  • Risikofrüherkennung
  • Risikosteuerung
  • Risikoberichterstattung, u. a. an Vorstand und Aufsichtsrat

Das Risikomanagementsystem der Axel Springer SE ist darauf ausgerichtet, Transparenz über die unternehmensweite Risikosituation zu schaffen sowie wesentliche und bestandsgefährdende Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen. Es soll Axel Springer ermöglichen, entsprechend den risikopolitischen Grundsätzen auf Risiken rechtzeitig zu reagieren und die Risiken sowie die Umsetzung der Steuerungsmaßnahmen im weiteren Verlauf zu überwachen. Dieses Verfahren gewährleistet einen kontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit Risiken.

Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem (IKS) der Axel Springer SE dient insbesondere der Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Sicherung der Vollständigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Berichterstattung, ermöglicht die Reduzierung und Aufdeckung von Fehlern und sichert die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und internen Vorgaben.

Das Interne Kontrollsystem der Axel Springer SE beinhaltet folgende Elemente:

  • Identifikation angemessener und funktionsfähiger Kontrollen zur Sicherstellung der Wirksamkeit der Risikosteuerungsmaßnahmen
  • Festlegung und Einführung von Kontrollen in den jeweiligen strategischen und operativen Prozessen
  • Automatisierung von Kontrollen zur Performanceoptimierung
  • Systematische Überwachung und Dokumentation von Kontrollen für bestandsgefährdende und wesentliche Risiken
  • Interne und externe Berichterstattung

Neben den wiederkehrenden Untersuchungen des Internen Kontrollsystems durch die Konzernrevision, wird das IKS fortlaufend einer systematischen Selbstevaluierung unterzogen, um die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des gesamten Kontrollsystems sicherzustellen.