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Nachhaltiges Arbeitstempo durch „agile“ Methoden

 
Marco Böttcher (Agile Coach von AS Ideas Engineering, 2.v.l.) und ein Ideas-Entwicklungsteam, priorisieren am Kanban-Board gemeinsam mit Michael Oertel (CTO der AS Ideas Engineering) nächste To Do's. (Foto: Axel Springer SE)
Marco Böttcher (Agile Coach von AS Ideas Engineering, 2.v.l.) und ein Ideas-Entwicklungsteam, priorisieren am Kanban-Board gemeinsam mit Michael Oertel (CTO der AS Ideas Engineering) nächste To Do's. (Foto: Axel Springer SE)

Softwareentwicklung ist nicht das monotone Implementieren von komplexen Algorithmen, sondern ein kreativer Prozess, bei dem innovative Konzepte zusammen mit einer genauen Analyse der Kundenbedürfnisse am Ende zu einem Softwareprodukt mit maximalem Kundennutzen führen. Softwareentwicklung ist ein kreativ-schöpferischer Akt! Um die dazu nötige Umgebung mit maximalen Freiheitsgraden, Kreativität, Produktivität und künstlerischer Entfaltung zu schaffen, setzt die AS Ideas seit Beginn auf agile Softwareentwicklungsprozesse und eigenverantwortliche Teams. Für eine hohe Motivation kann sich mittlerweile jeder einzelne Mitarbeiter entsprechend seiner Interessen in Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten engagieren. Bei der AS Ideas hat er die Wahl zwischen:

  • einem Expertenpool mit sehr breit gefächertem Spezialwissen,
  • einem Innovationsteam für eine meist explorative Ideengenerierung,
  • einem Operateam mit hoher Administrationskompetenz und
  • zwei Plattformteams, die für die Abwicklung von online Bezahl- und Redaktionsangeboten verantwortlich sind.

Ohne die nachhaltige und kontinuierliche Verbesserung dieser agilen Arbeitsabläufe und das Einräumen von Freiheitsgraden für jeden Einzelnen, wäre erfolgreiche Produktentwicklung nicht möglich. Mittlerweile steht das Aus für Wissenshoheiten im Mittelpunkt der Verbesserungsmaßnahmen. Trotz aller Arbeitsteilung und nötiger Spezialisierung sollen die Entwicklungsteams alle nötige Kompetenz in sich vereinen und über die interdisziplinäre Entwicklungsarbeit hinaus das Endprodukt nicht aus den Augen verlieren. Der Bezug zum fertigen Produkt soll von der ersten Entscheidung bis hin zur Marktreife und darüber hinausbestehen. Zum Einen entfaltet sich so eine Art Team-Intelligenz und zum Anderen entstehen den Markterfordernissen angepasste Softwareprodukte die langfristig genutzt werden können.

Ein weiterer Aspekt: In der manchmal stürmischen Team-Dynamik von Programmierprozessen kann es zu Überlastung der individuellen Kräfteressourcen kommen, was weder der Mitarbeiterzufriedenheit- und gesundheit noch den Arbeitsergebnissen nicht förderlich ist. 

Agile Methoden helfen, dem entgegenzuwirken. Arbeitsabläufe werden entschleunigt. Es geht um schrittweise, flexible Prozesse mit kontinuierlicher Möglichkeit der Rückkoppelung und Änderung. Zwischenergebnisse werden laufend geprüft und Arbeitsweisen angepasst. Jedes Teammitglied weiß, was der andere im Team gerade macht – und welchen Stand die laufenden Projekte haben.

In immer mehr Unternehmensbereichen bei Axel Springer wird mittlerweile agil gearbeitet, beispielsweise bei den Tochterunternehmen der Vermarktungs- und Rubrikenangebote. So wundert es nicht, dass sich die „Agile Springers“ schon seit 2013 regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen und dabei bewährte Teamorganisationen oder erprobte Vorgehensweisen diskutieren.