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Aus welchen Ländern kommen unsere Druckpapiere?

 
Das Bild zeigt das Papierlager der Offsetdruckerei Hamburg-Ahrensburg. Seit 1993 veröffentlicht die Axel Springer SE die Liste ihrer Lieferanten von Druckpapier. Seit 1995 enthalten Papierverträge eine Klausel zur Einhaltung von „Waldnutzungsstandards“. (Foto: Offsetdruckerei Hamburg-Ahrensburg)
Das Bild zeigt das Papierlager der Offsetdruckerei Hamburg-Ahrensburg. Seit 1993 veröffentlicht die Axel Springer SE die Liste ihrer Lieferanten von Druckpapier. Seit 1995 enthalten Papierverträge eine Klausel zur Einhaltung von „Waldnutzungsstandards“. (Foto: Offsetdruckerei Hamburg-Ahrensburg)

Im Jahr 2017 bezog die Axel Springer SE für Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland sowie für Tochtergesellschaften im In- und Ausland 114.995 Tonnen Druckpapier. Zu den Lieferanten zählten rund 14 Papierfabriken in elf Ländern. Seit 1993 veröffentlicht Axel Springer die Namen und Ansprechpartner der Papierlieferanten. Neben den kaufmännischen und qualitätstechnischen Kontakten besteht mit Papierlieferanten seit 1993 auch ein kontinuierlicher Austausch zu Fragen des Stakeholdermanagements sowie spezifischen Fragen der Nachhaltigkeit vor allem bezüglich der Beschaffung der Holzrohstoffe. Seit 1995 gelten dabei die vom Unternehmen entwickelten Waldnutzungsstandards.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der Länder, aus denen Druckpapier zentral bezogen wird. Diese Papiertonnage wird in den eigenen Druckereien sowie, je nach Bedarf, in rund 40 Fremddruckereien im In- und Ausland verarbeitet. Im Menüpunkt „Papierlieferanten“ werden die Ansprechpartner für Umweltfragen bei den einzelnen Papierlieferanten dokumentiert.

Land Anteil 2015 in t Anteil 2016 in t Anteil 2017 in t
Gesamt 150.023 121.326 114.995
Belgien 113 408 122
Deutschland 59.302 63.442 65.951
Finnland 4.932 3.554 6.675
Frankreich 22.397 17.457 12.390
Italien 134 448 445
Kanada 16.000 11.372 9.261
Österreich 9.752 7.126 4.380
Russland 5.103 4.053 3.183
Schweden 14.258 8.208 1.032
Schweiz 17.111 4.050 10.611
Spanien 911 1.208 945

Waldnutzungsstandards

Bei Axel Springer folgt die Auswahl von Papierlieferanten in erster Linien vier Kriterien: Produktqualität, zuverlässige Versorgung, marktgerechte Preise und die Einhaltung ökologischer Standards. Mit Papierlieferanten wurden 1995 zusätzlich sechs Waldnutzungsstandards vereinbart, die noch immer gültig sind:  

  1. Nachhaltigkeit
    Es darf nicht mehr Holz geerntet werden als nachwächst.
  2. Artenvielfalt
    Die Waldnutzung darf Tier- und Pflanzenarten nicht gefährden.
  3. Kontrolle
    Der Papierhersteller soll als Holzeinkäufer Öko-Kontrollen durchführen.
  4. Schulung
    Der Papierhersteller soll für die notwendigen ökologischen Kenntnisse (zum Beispiel bei Waldarbeitern) sorgen.
  5. Ureinwohner
    Der Papierhersteller nimmt auf Ureinwohner (zum Beispiel die Sami in Nordskandinavien) Rücksicht.
  6. Offene Information
    Der Papierhersteller unterrichtet die Öffentlichkeit über ökologische Fortschritte und Probleme.